Klosterschwestern im Mittelpunkt

Hirschau. (ads) Eine durchaus zufriedene Bilanz der vergangenen Festspielsaison
zog der Festspielverein Hirschau bei seiner Mitgliederversammlung im Schlosskeller. Stückelschreiber Dieter Held lüftete dabei das Geheimnis um das neue Hirschauer Stückl für die Festspielsaison 2013, wo eine spannende wie heitere Geschichte mit hohem Unterhaltungswert rund um ein „Klosterkindl“ und die „Schwarze Rosa“ vor den Kulissen des Alten Pflegschlosses über die Bühne gehen wird.

Gut besucht war die Mitgliederversammlung des Festspielvereins Hirschau, zu der der Vorsitzende Hans Drexler begrüßte. Er gab zunächst einen Einblick in die aktuelle Situation des Festspielvereins und informierte, dass dieser derzeit 72 Mitglieder zähle, darunter sieben neue, die im vergangenen Vereinsjahr aufgenommen worden seien. Hans Drexler erinnerte, dass in der Satzung des Festspielvereins nicht nur das Festspiel als Zweck verankert sei, sondern auch die Pflege und das Fördern der Kultur.

In diesem Sinn hätte sich laut Drexler der Festspielverein unterstützend an der eben erst sehr erfolgreich verlaufenen großen Schaufensterausstellung mit Hirschauer Steingut von Michael Popp beteiligt. Der Vorsitzende ließ auch wissen, dass sich Roland Fritsch um kulturelle Veranstaltungen im Festspiel freiem Jahr bemühe, so hätte er 2010 den Kabarettisten „Das Eichnach Hirschau gebracht.

Eine Wiederholung in diesem Jahr sei wegen einer Terminüberschneidung mit dem Anglerfest gescheitert. Weiter sei unter der Regie von Fritsch auch eine Faschingsaktion und eine Fahrt nach Bad Steben mit guter Resonanz auf dem Programm des Festspielvereins gestanden. Das Festspiel 2011 „Exerziert is glei“ wertete Hans Drexler als „gelungene Sache“. Er zollte den Spielern der Landwehr mit eher weniger Bühnenerfahrung für ihre gute schauspielerische Leistung hohe Anerkennung. Das Wetter sei für das Festspiel indirekt zum Problem geworden, da es an mehreren Spieltagen nur nach Regen ausgesehen hätte, dieser dann aber ausgeblieben sei, bedauerlicherweise dann auch die Festspielgäste, wie der Vereinsvorsitzende feststellte.

Er meinte, dass das große Angebot an über 500 Sitzplätzen zum Aufschieben verleite und kündigte eine Drosselung der Sitzplatzanzahl für die Festspielsaison 2013 an. Insgesamt hätte 2394 Gäste das Festspiel 2011 besucht, 2009 seien es 3441 gewesen, was Drexler dem Wetter zuschrieb. Bei gleichbleibenden Eintrittspreisen und auch gleichen Ausgaben sei in der vergangenen Festspielsaison weniger Geld für den Verein übrig geblieben, ließ Hans Drexler wissen.

Er wertete es sehr positiv, dass überhaupt etwas Geld übrig bleibe, betonte aber auch, dass von den Einnahmen auch das Fortschreiten der Sanierungsmaßnahmen der Alten Mälzerei abhänge. Bei wenigen Einnahmen, könnten hier auch die Baumaßnahmen nicht vorangetrieben werden.

Dahingehend stellte der Vereinsvorsitzende in den Raum, einmal über eine finanzielle Umstrukturierung nachzudenken. Nachdem er stellvertretend für den verhinderten Schatzmeister Georg Zimmermann den Kassenbericht verlesen hatte, stellte Stücklschreiber Dieter Held das neue Hirschauer Stückl vor. Nach seinen Aussagen werden Klosterschwestern Im Mittelpunkt des Geschehens stehen, die sich durch die unterschiedlichsten Charaktere auszeichnen. Schmid, Bürgermeister, Wirt, Lehrer und Gendarmerie wären ebenso mit von der Partie.

Eine zentrale Rolle spiele im neuen Stückl die Bedienung „Schwarze Rosa“, die für einige Zeit zu ihrer Schwester in das Allgäu gehe, weil diese ein Kind erwarte. Just nach neun Monaten komme sie nach Hirschau zurück und am Tag genau, werde auch ein Neugeborenes vor dem Kloster abgelegt. „Das Klosterkindl ist geboren“, meinte Dieter Held, der zunächst nicht mehr verraten wollte, aber eine spannende und schöne Geschichte für das Festspiel 2013 versprach.