Altes Gasthaus mit neuem Ambiente

21.07.2012

Hirschau. (ads) Die Idee, den „Goldenen Hirschen“ als ältestes Gasthaus Hirschaus aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken und daraus ein schönes Restaurant zu machen, wurde in den vergangenen beiden Jahren unter der Federführung von Familie Härtl realisiert.

Das altehrwürdige denkmalgeschützte Gasthaus, das erstmals 1360 urkundlich erwähnt wurde, erstrahlt nach einer aufwendigen Komplettsanierung und einer Neugestaltung mit viel Liebe zum Detail im neuen Glanz und bereichert als wahres bauliches Schmuckstück die „gute Stube“ der Kaolinstadt. Mit dem kirchlichen Segen wurde das Gasthaus seiner ureigenen Bestimmung als solches übergeben.

„Ein wenig Liebe musste schon sein, um das über 500 Jahre alte Baudenkmal, nicht nur zu erwerben, sondern um es auch denkmalgerecht in eine modernes Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeiten um zu bauen – mein erstes Haus, das ich aus der tristen Grausamkeit geholt habe“, gesteht Alfred Härtl, der mit seiner Frau Edith 2010 das historische Gebäude gekauft und mit großem Aufwand komplett saniert und noch mehr Liebe zum Detail neu gestaltet hat. „Alle, die an diesem denkmalgeschützten Gebäude mitgearbeitet haben, waren zum Schluss stolz auf das Ergebnis – und wie ich glaube, es ist ein kleines Schmuckstück geworden“, meinte der Bauherr.

Alfred Härtl erinnerte, dass bis zum Beginn der Umbauarbeiten nach einer kompletten Entrümpelung mit 120 Tonnen Bauschutt und teilweiser Entkernung des Hauses ein langer Weg zu beschreiten gewesen sei, bevor der erste Stein verrückt werden durfte. Unter Vorgabe des Landesamt für Denkmalpflege seien einige Auflagen zu erfüllen gewesen, die diverse Untersuchungen nötig gemacht hätten.

In einer relativ kurzen Umbauphase von acht Monaten mit akribischer Befolgung der denkmalschutzrechtlichen Auflagen sei dann das Schmuckstück entstanden, das nun im Erdgeschoss ein Restaurant mit gehobener Gastlichkeit im gehobenen Ambiente mit Lounge beherbergt. Im Obergeschoss seien fünf Gästezimmer von 32 bis 45 Quadratmetern und ein kleines Büro entstanden. Komplett neu sei nach seinen Ausführungen der Biergarten mit Brunnen und Begrünung angelegt worden.

Stefan Höger, der bereits in Schnaittenbach sehr erfolgreich „Höger’s Restaurant“ betrieben hat, wird als Pächter dafür sorgen, dass vielfältiges gastronomisches Leben in die alt-ehrwürdigen Mauern einzieht.