Der Bär tanzt wieder

09.09.2012

Freudenberg. (nd) Sie hat eine jahrzehntelange Tradition, die „Freimbercha Kirwa“. Vom 9. bis 11. September wird die 67. Nachkriegskirchweih gefeiert. 35 Kirwapaare freuen sich schon auf dieses Wochenende und auf viele Besucher.

Am Samstag heißt es für die Kirwaburschen schon früh aus den Federn zu kriechen, denn es muss der Kirwabaum aus dem Wald geholt werden. Mit Musikbegleitung wird der Baum dann zu seinem Standort am „Kirwaloch“ gebracht. Nachdem er mit Kränzen und der Girlande, die schon in den Vortagen geflochten wurden, sowie den dazugehörigen Bändern geschmückt ist, heißt es um 13.30 Uhr „Hau-Ruck“ beim Baumaufstellen mit den traditionellen „Goiß’n“.

Den offiziellen Kirwaauftakt im beheizten Festzelt wird am Samstagabend um 19.30 Uhr Schirmherr Bürgermeister Norbert Probst mit dem Anstich des ersten Fasses des Märkl-Kirwabieres vornehmen. Anschließend heizt „Wöiderawöll“ ein. Für die 35 Kirwapaare wird die Kirwagaudi während der Nacht zum Baumbewachen unterbrochen.

Ein weiterer Höhepunkt der Freudenberg Kirchweih beginnt am Sonntag um 14.30 Uhr mit dem Tanzen und Singen der Paare um den Kirwabaum. Begleitet von der Hammerbachtaler Blousn ziehen die Kirwapaare zu diesem Kirwawahrzeichen, um zu tanzen und die altüberlieferten Schnodahüpfln zu singen. Aber auch neugedichtete Vierzeiler über das Dorfgeschehen werden zum Besten gegeben.

Nach diesen anstrengenden Tanzrunden geht es im Bierzelt mit der Hammerbachtaler Blousn zünftig weiter. Am Abend sorgt dann die Band Horrido-Express“ für einen stimmungsvollen Ausklang des Kirwasonntags. Der Kirwamontagmorgen steht dann traditionell im Zeichen des Kirwabärentreibens. Bär, Treiber, Kirmdrocher und die ganze Kirwameute ziehen dann mit den von den Vortagen übriggebliebenen Musikanten durch die Ortschaft.

Eine Einkehr in den Dorfwirtshäusern bietet den Beteiligten ein kurze Ruhepause, die vor allem zur Stärkung genutzt wird. Das Kirwabärntreiben zieht sich bis gegen 16 Uhr hin und ist vor allem für die Kinder eine große Gaudi. Ab 15 Uhr herrscht im Festzelt kleiner Festbetrieb.

Zum Kirwaendspurt spielen am Montagabend ab 19.30 Uhr die „D’Quertreiber“ auf und sorgen dabei für den musikalischen Kirwa-Ausklang. Ein Höhepunkt an diesem Abend ist gegen 22 Uhr die Kirchweihbaumverlosung, die unter Leitung des neuen Kirwa-Chefs Peter Butz und mit liebreizender Assistenz durchgeführt wird.

Den Abschluss bildet das „Houtzsammhaua“ wobei die Kirwaburschen, die zum letzten Mal  bei der Kirchweih mitmachen, ihren Kirwahut in seine Einzelteile zerlegen und damit unumstößlich bekunden, dass ihre Kirwaburschenzeit vorbei  ist.