Thema Trojaner

Etsdorf. (ads) Derzeit ist im Tempel Museum die Sonderausstellung „Trojaner“ – Messerschnitte von Hans Lankes, Regensburg zu sehen. Die Messerschnitt-Serie „Trojaner“ des Regensburger Künstlers Hans Langes ist als Bildkonzept 2011/2012 entstanden. Es begann mit dem Messerschnitt eines Trojanischen Pferdes, einem Motiv das schon von vielen Künstlern aufgegriffen und bearbeitet wurde. Was interessiert uns heute, gegenwärtig, an diesem klassischen Thema? In der speziell für das Tempel Museum konzipierten Ausstellung geht es nicht um historisierende Darstellungen oder um Variationen bekannter Motive sondern um das Jetzt, das Heute, um Gegenwärtigkeit. Das Trojanische Pferd ist heute als Trojaner allgegenwärtig, als Schadprogramm, das sich in geschützten Bereiche eines Computers „einschleicht“ bzw. als getarntes Programm arbeitet ohne dass der Befallene davon etwas ahnt. Aufgrund der umfänglichen Anwendung des Computers und seiner Bedeutung im und für das berufliche und private Leben heutiger Menschen ist das Eindringen eines Trojaners in einen Computer, auch ein Eindringen in die Innenwelt/das Innenleben eines Menschen. Der Formfindung zur Messerschnitt-Serie Trojaner dienten, neben „Pferd“, vor allem die Begriffe „Befall“, „Befehl“, „Verstecken“, „Tarnen“, „Kopf“, „Haus“, „Schutz“, „Abwehr“ und „Eindringen“.