Ziemlich echt

Hirschau. (ads) Eine Spende der besonderen Art wurde der Hirschauer Grund- und Mittelschule zuteil, als ihr der Jäger und Wildheger Karl Waldhauser seine Sammlung von rund 70 präparierten Tieren der Heimat, darunter zahlreiche inzwischen gefährdete oder sogar vom Aussterben bedrohten Tierarten, unentgeltlich überließ.

Gut 52 Jahre geht der passionierte Jäger und Wildheger Karl Waldhauser aus Hirschau schon seinem Hobby nach, er ist bekannt für seinen großen Einsatz für die Natur. Da er keine Erben hat, entschloss sich der inzwischen 78-Jährige, seine Sammlung präparierter Tiere im Wert von mehreren Tausend Euro der Hirschauer Grund- und Mittelschule unentgeltlich zu überlassen.

Kurzerhand wurde das Lehrmittelzimmer zum Ausstellungsraum für die Präparate umfunktioniert. Dort kann man nun von den kleinen Wasservögeln über das flinke Wiesel und den großen Bussard bis hin zum riesigen Biber allerlei Tiere aus der Nähe begutachten. Die Tiere hat Karl Waldhauser in den 52 Jahren seiner Jagd- und Hegezeit in der Umgebung von Hirschau teilweise selbst erlegt, eine große Anzahl kam aber auch durch natürliche Umwelteinflüsse oder durch Kraftfahrzeuge zu Tode. Spannend wurde es für die Schüler, als Karl Waldhauser bei der Übergabe der Präparate jedes einzelne Tier und dessen Lebensart ausführlich erklärte und zu dem einen oder anderen eine fesselnde Geschichte erzählen konnte.

Dabei verwendete er auch häufig die mundartliche Bezeichnung für die Tiere, wie beispielsweise „Häbberlgoaß“ für die Bekassine, „Dabnhacht“ für den Sperber oder „Gawitzl“ für den Kiebitz. Diese Begriffe sind, wie die Tiere selbst, heute fast ausgestorben.