Klosterkindl sorgt für Aufregung

19.07.2013
KlosterkindlsorgtfuerAufregung

Hirschau. (ads) Bühne freifür ein neues „Hirschauer Stückl“ heißt es 2013 bereits zum fünften Mal, wenn der Hirschauer Festspielvereinmit dem „Klosterkindl“ ein original Oberpfälzer Schelmenstückvor der beeindruckenden historischen Kulisse des Alten Pflegschloßes aufwändig inszeniert. Das Stückstammt aus der Feder von Roland Fritsch und Dieter Held.

Seit 2005 ist die Festspiellandschaft der Oberpfalz um einen bunten Farbtupfer reicher, seitdem der Festspielverein Hirschau alle zweiJahre mit dem „Hirschauer Stückl“ eine liebenswerte wie schelmenhafte Geschichte aus der Biedermeierzeit auf die Bühne bringt. Der Festspielverein hat seinen Aufführungen nicht umsonst den Namen „Hirschauer Stückl“ gegeben, waren es doch jene Schelmenstücke, die den Ort bekannt gemacht haben. Eine gezielte Auswahl dieser Hirschauer Stückl wurde bisher noch in jede Theaterinszenierung integriert und so werden die Verantwortlichen auch für die neue Aufführung viel Geschick und Ideenreichtum walten lassen, um „die Stückl“ im Stückl ins rechte Licht zu rücken. Auch das neue Hirschauer Stückl spieltwieder im Biedermeier, wo es in jener nachnapoleonischen und industriellen Zeit relativ behaglich und ziemlich spießig zugeht. Just in dieser Zeit erbittet Stadtpfarrers Johann Baptist Kotz von Mutter Theresia Gerhardinger Schwestern für Hirschau. Er setzt alles daran, um in der Lammwirtsgasse (jetzige Klostergasse) ein Haus kaufenzu können, das dann als Wohn- und Schulgebäude zweckmäßig umgebaut werden konnte.

Auf sein Betreiben wird eine Kinderbewahranstalt für die noch nicht schulpflichtigen Kinder von den Armen Schulschwestern in Hirschau eröffnet. Vier Ordensfrauen, darunter zwei Lehrschwestern, eine Schwester für Küche und Haus und die Generaloberin beginnen ihre Arbeitin Hirschau. Die Ordensschwestern nehmen ihre Aufgabe sehr ernst, was zum Unmut des hiesigen Lehrers führt. Auch die „neumodischen Erziehungsmethoden“ sorgen für kontroverse Diskussionen in der Bevölkerung. Im neuen Stückl stehen aber nicht nur die Klosterschwestern im Mittelpunkt, sondern eine zentrale Rollespielt auch die Bedienung „Schwarze Rosa“, die für einige Zeit zu ihrer Schwester in das Allgäu geht, weil die ein Kind erwartet.

Nach neun Monaten kommt sie nach Hirschau zurück und just an diesem Tag wird ein Neugeborenes vor dem Kloster abgelegt. Bald darauf ist der Bürgermeister, der Gendarm und der Schmied ungewöhnlich oft bei den Schwestern zu sehen, was den ganzen Ort in Aufregung versetzt und für Gesprächsstoff sorgt.

Ob der Sohn des Schmieds was damit zu tun hat? Daswollen die Hirschauer nicht verraten. Die Bauernschläue der Hirschauer, mit der sie sich und andere gern auf den Arm nehmen, wird sich wie ein roter Faden durch das Stück ziehen.

 

Termine

Das „Hirschauer Stückl“ wird an folgenden Tagengespielt:

Freitag 19. Juli

Sonntag 21. Juli

Mittwoch 24. Juli

Freitag 26. Juli

Samstag 27. Juli

Mittwoch 31. Juli

Freitag 2. August

Samstag 3. August

Sonntag 4. August

Wer sich das Theatervergnügen nicht entgehen lassen will, kann sich Karten im Vorverkauf sichern. Beginn für das „Klosterkindl“ ist jeweils um 20.30 Uhr im Schlosshof. (ads)