Altes Schnaittenbach im Bilde

AltesSchnaittenbach im Bilde

Schnaittenbach. (ads) Anlässlich des 50-jährigen Stadterhebungsjubiläums von Schnaittenbach hat sich „Bebbo“ Schuller entschlossen, mit den Fotos seines Großvaters mütterlicherseits Karl Zeiler, genannt „Sechser-Koarl“ (13. Januar 1902 bis 12. September 1975), einen Bildband über Schnaittenbach zu veröffentlichen.

Dieses Büchlein „Mit’m Sechser Koarl durchs alte Schnoittenboch“ fand großen Anklang und die Nachfrage nach einem Fortsetzungsband war groß. Zwischenzeitlich vollendete „Bebbo“ Schuller sein 50. Lebensjahr, für ihn der passender Anlass für dieses Nachfolgewerk. Auf der Facebook-Seite von Bebbo Schuller sind ein paar Kostproben zu sehen. Das Buch ist erhältlich bei ihm und seiner Mutter in der Hammerleite 7.

Redaktion: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Bebbo Schuller: Schreiben ist eigentlich schon immer eines meiner größten Hobbies, hatte und habe viele Brieffreunde aus aller Welt, da lag es nahe, das Schreiben mit meinem allergrößtem Hobby, dem Fotografieren zu verbinden und einen Fotoband mit den vielen, alten Fotos meines Großvaters zu gestalten und zu veröffentlichen.

Redaktion: Wie hat sich dein schriftstellerisches Wirken gestaltet? Welche angenehmen und unangenehmen Seiten hat das Schreiben mit sich gebracht?

Bebbo Schuller: Schriftstellen“ kann man mein Wirken eigentlich nicht nennen, eher „Fotostellen“, denn das Hauptaugenmerk liegt auf den Fotos, nicht auf dem Schreiben. Das Hauptaugenmerk liegt ja auf den Fotos, nicht auf dem Schreiben. Die Schrift ist eigentlich nur Beiwerk zu den Bildern. Außerdem ist es quasi mein Beruf, als Verwaltungsfachwirt muss man auch viel „schreiben“. Fotoalben oder Fotobücher zu gestalten sind für mich ein angenehmes Steckenpferd, das ich gerne als Ausgleich zum stressigen „Bürojob“ im Alltag eines Krankenhauses betreibe. Unangenehm– wenn man das so nennen kann oder will – ist nur die Tatsache, dass es sehr zeitaufwendig ist.

Redaktion: Wozu hast du diese beiden Bücher geschrieben?

Bebbo Schuller: Ich fand es einfach schade, die vielen alten Fotos und Dokumente meines Großvaters nur ab und zu mal in der Familie anzugucken und/oder in Fotoalben oder Schachteln verstauben zu lassen. In der guten alten Zeit hatten wohl nicht viele Leute einen Fotoapparat, hätten aber gerne das eine oder andere fotografiert. Viele Leute haben auch das Bedürfnis, alte Bilder anzugucken, was u.a. auch der Erfolg ähnlicher Bildbände zeigt. Darüber hinaus hat mein Großvater viele Schnaittenbacher, insbesondere mit ihren Häusern fotografiert. Die Leute oder deren Angehörigen und Nachfahren wissen das vielleichtgar nicht, dass es diese Fotosgibt?

Redaktion: Welcher Inhalt hat Platz in deinem Buch gefunden?

Bebbo Schuller: Habe versucht, den Nachlass meines Großvaters „kunterbunt“ unterzubringen, angefangen von reinen Familienfotos, über Naturaufnahmen bis hin zu seiner dokumentierten Arbeit an Dachstühlen. Darüber hinaus habe ich viele schöne alte, aussagekräftige Postkarten mit eingefügt. Einen Platz fanden gleichfalls ein paar interessante, alteDokumente, z.B. ein Schulzeugnis aus dem Jahre 1912 oder eine völlig unbekannte Urkunde, gestaltet für dieFeuerwehr Schnaittenbach. Die jedoch kam wohl nie zum Einsatz und verstaubte bei einem Flohmarkttrödler, wo ich sie zufällig entdeckte.

Redaktion: Wird es weiter Bücher von dir geben?

Bebbo Schuller: Fotos und weitere Dokumente aus Großvaters Zeiten gibt es noch genügend, könnte noch eine ganze Reihe weiterer „Sechser-Koarl-Bücher“ gestalten, weiß aber nicht, wie dieser zweiter Band bei den „Schnoittnbeckern“ ankommt. Vielleicht besteht noch Bedarf nach einem weiteren, kann aber auch sein, dass die Leute der Ansicht sind, jetzt ist’s aber genug; jetzt interessiert’s niemanden mehr.  „Schaun mer mal“ sagt der Franz Beckenbauer immer. Das gilt auch für mich!