Bienenleite wird Salamanderwiese

BienenleitewirdSalamanderwiese

Kohlberg. (jml) Adolf Küblböck, der Ehrenvorsitzende des LBV und Naturschützer Bernd Bauer waren unlängst kräftig am Schaufeln. „Wir legen Gräben zu einem Wassertopf zusammen, um so einen neuen Entwicklungsraum für die Larven der Feuersalamander zu bekommen. Mit diesen Maßnahmen sichern wir ihren Bestand“, erläutern die beiden ihr Tun.

Die seit einigen Jahren naturbelassene Hangwiese mit 5700 Quadratmetern Fläche im Kohlberger Flurstück Bienenleite wurde dem LBV überlassen um die dort schon vorhandene kleine Population der gefährdeten Lurche zu schützen. Mit einem Kleinbagger wurden letztes Frühjahr einzelne Wasseradern in Rinnen zusammengeführt und kleineTümpel als dauerhafte Nassbereiche in dem lehmigen Untergrund angelegt. Die Naturierungsmaßnahmen werden vom Naturpark fachlich und finanziell unterstützt.

„Diese Waldwiese ist weiterer Mosaikstein in unserem gemeinsamen Bemühen, natürliche Lebensräume zu erhalten“, so Küblböck, der sich den Ankauf oder diePacht weiterer angrenzender Grundstücke vorstellen könnte, um den ganzen Bereich langfristig zu sichern. Bauer wünscht sich, einen Biotopverbund zu den nahen Eichelbach-Auen zuschaffen. Gespräche mit Grundstückseigentümern wurden bereits geführt. Entwicklungsziel ist für Küblböck erstmal der Erhalt der Waldwiese zur Lebensraumsicherung der in Kohlberg vorhandenen Feuersalamander-Vorkommen.

Und nicht nur das: „Die Pflegemaßnahmen dienen dem Artenschutz sowie dem empfindlichen ökologischen Gleichgewicht in der Flur. Denn auch für Frösche, Erdkröten, Schmetterlinge, Ameisen, Waldvögel und vielerlei Pflanzen ist dieser sonnige Gottesgarten inmitten dunkler Fichtenbestände ihre Heimat.“

Ohne die Rückbau- und Pflegearbeiten von LBV-Naturfreunden würde diese idyllische Waldwiese bereits in wenigen Jahren zuwachsen und damit als Lebensraum für die Salamander verloren gehen. Diese Lurche können ganz schön alt werden, bis zu zwanzig Jahren. Die ersten sechs Monate besteht für sie die größte Gefahr, gefressen zu werden.

„Aber mit wenigen Mitteln zu ihrem Schutz kann man da schon viel erreichen“, sagt Bauer. Jedoch werden die Gumpen von Sand, Schlamm, Laub und Gras schnell zugefüllt. Spätestens Anfang März muss man sie wieder davon befreien, denn dann beginnt die Larvenablage. Zur Zeit benützen die Tiere des Waldes die Tümpel als Tränke und Badewanne. Die zwei Naturfreunde sind Überzeugungstäter. Küblböck: „Sonst würden wir das alles nicht machen, wenn nicht unser Herz daran hängen würde!“