Verbesserte Leistungsansprüche

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Pflegebedürftige und Angehörige profitieren von Pflegereform

Schnaittenbach. (ads) Zur Entlastung pflegender Angehöriger gibt es in der Pflegeversicherung schon bisher Zuschüsse zur Kurzzeit- und Verhinderungspflege, die auf das jeweilige Kalenderjahr bezogen sind. Personen, die Anspruch auf Pflegeleistungen der Pflegestufen 1, 2 oder 3 haben, können jedes Jahr für maximal 28 Tage eine Kurzzeitpflegezeit in Anspruch nehmen und erhalten dazu einen Zuschuss der Pflegekassen in Höhe von 1550 Euro.


Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege, die Pflegebedürftige bis zum 31. Dezember eines Kalenderjahres nicht in Anspruch genommen haben, verfallen ersatzlos und können nicht in das neue Kalenderjahr übertragen werden. Nach Auskunft von Martin Strobl dem Einrichtungsleiter des Phönix Seniorenzentrum Haus Evergreen in Schnaittenbach wurden jetzt die Leistungsansprüche für Senioren, die eine Kurzzeit- und/oder Verhinderungspflege in Anspruch nehmen wollen, durch den Gesetzgeber weiter verbessert. „Wenn Senioren und ihre Angehörigen zukünftig Kurzzeit- oder Verhinderungspflege im Phönix Seniorenzentrum Haus Evergreen in Anspruch nehmen, wird ihnen das Pflegegeld für die häusliche Pflege zur Hälfte während des Aufenthalts im Heim weitergezahlt“, freut sich Strobl über diese Leistungsverbesserung. Eine Eigenbeteiligung bei der Kurzzeitpflege kann im übrigen vollständig von der Pflegekasse wieder erstattet werden, wenn dem Anspruchsberechtigten sogenannte Betreuungsleistungen zustehen. Diese Ansprüche prüft die Heimverwaltung des Seniorenzentrum Haus Evergreen immer bei allen Senioren, die zur Kurzzeitpflege dort wohnen, um alle finanziellen Entlastungen für die Betroffenen zu nutzen. Bei einem Erstattungsanspruch ist dann die Kurzzeitpflege im Seniorenzentrum ohne eigenen finanziellen Aufwand zum Nulltarif für die Betroffenen und ihre Angehörigen möglich.
Wenn zusätzlich zu Hause ein ambulanter Pflegedienst zum Einsatz kommt oder wenn Angehörige die Pflege zu Hause übernehmen und Pflegegeld von ihrer Pflegekasse gezahlt wird, werden ab 2013 höhere finanziellen Leistungen in der Pflegestufe I und II bezahlt.

Pflegebedürftige der Stufe I erhalten Sachleistungen bei häuslicher Pflege mit Hilfe eines Pflegedienstes künftig 665 Euro statt 450 Euro für ambulante Pflege. In der Pflegestufe II sind es dann 1250 Euro statt vorher 1100 Euro. In der Pflegestufe III bleibt es bei 1550 Euro. Pflegegeld bei häuslicher Pflege ohne Pflegedienst: Pflegestufe I 440 Euro, Pflegestufe II 525 Euro und Pflegestufe III 700 Euro. Das Phönix Seniorenzentrum Haus Evergreen bietet Senioren, die an Demenz erkrankt sind ein betreutes Umfeld in einem eigenen, beschützenden Wohnbereich mit dafür speziell ausgebildeten Pflegekräften. „Auch Demenzkranke können ab 2013 in der ambulanten Versorgung mit höheren Leistungen der Pflegekasse rechnen“, erläutert Strobl diesen neuen Leistungsanspruch. Erstmals erhaltenauch Personen ohne Pflegestufe (Pflegestufe 0) die
bereits zusätzliche Betreuungsleistungen (100 bzw. 200 Euro) beziehen ein Pflegegeld von 120 Euro oder Pflegesachleistungen (Hilfe durch Sozialstation) von bis zu 225 Euro. Darüber hinaus wurden auch für ambulante Wohngemeinschaften und alternative Wohnformen im Alter Leistungsansprüche im Pflegerecht neu eingeführt.

Senioren und Angehörige, die Fragen zur Pflege, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Sachleistungen, Pflegegeld oder Betreuungsleistungen haben, können sich mit der Heimverwaltung im Phönix Seniorenzentrum Haus Evergreen in Schnaittenbach in Verbindung setzen und gerne einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren. Die Mitarbeiter des Heimes sind täglich von 8 bis 16.30 Uhr über die Rufnummer (09622) 70 33 70 erreichbar. Außerdem stehen im Internet auf www.phoenix.nu umfangreiche Informationen rund um das Thema Pflege für Senioren und deren Angehörige zur Verfügung.