Wurzeln in Hirschau

12.06.2013
Keramik

Weidener Keramikmuseum zeigt Werke der weltbekannten Keramikdesignerin Eva Zeisel

Hirschau/Weiden. (ads) Bereits bei der Bierkrugausstellung „Prosit, Hirschau“ in Hirschau in der Kulturmälzerei kündigte dessen Initiator Michael Popp an, dass das Internationale Keramikmuseum, Weiden, eine Zweigstelle der international renommierten „Neuen Sammlung, München“ auf seine Anregung hin, eine Ausstellung über Eva Zeisel, die weltbekannte Keramikdesignerin veranstalten wird. Zu sehen sind deren Werke nun noch bis zum 14. Juli.

Sechs Sammler aus ganz Deutschland, die Michael Popp im Laufe der letzten Jahre kennengelernt hat und mit denen er für das Projekt in einem losen Netzwerk verbunden ist, stellen ihre besten Stücke zur Verfügung stellen, um ein möglichst vollständiges Bild von Zeisels Entwurfsarbeit in Deutschland von 1928 bis 1931 sichtbar werden zu lassen. Einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit sind ihre Entwürfe für die Hirschauer Steingutfabrik, 1931 entworfen, 1932 auf den Markt gebracht. Diese beiden Jahre gehören zu den stilistischen Höhepunkten der Hirschauer Produktion.

Mit dieser Ausstellung wird der bisher vollständigste Überblick über Zeisels Entwürfe geleistet und ein bislang weißer Fleck in der internationalen Zeisel- Forschung, wenn nicht getilgt, so doch enorm verkleinert. Die Aussteller stehen diesbezüglich mit der Tochter von Zeisel in New York und mit dem Zeisel-Forum in San Francisco in Verbindung. Zur Ausstellung gibt es einen offiziellen Katalog der Neuen Sammlung, zusätzlich erscheint ein Buch im Verlag von Michael Popp, das sich ausschließlich mit Zeisel Hirschau beschäftigt. Dieses Buch versteht sich als dritte Publikation in einer Reihe, die Grundlagenforschung über die Hirschauer Steingutproduktion und damit auch für ein zukünftiges Museum in Hirschau betreibt.