Belastung nehmen

11.12.2013
Belastung nehmen

Kurzzeit- und Verhinderungspflege entlasten Angehörige bei der Pflege zu Hause

Schnaittenbach. (ads) Zur Entlastung pflegender Angehöriger gibt es in der Pflegeversicherung Zuschüsse zur Kurzzeit- und Verhinderungspflege, die auf das jeweilige Kalenderjahr bezogen sind. Personen, die Anspruch auf Pflegeleistungen der Pflegestufen 1, 2 oder 3 haben, können jedes Jahr für maximal 28 Tage eine Kurzzeitpflegezeit in einer Senioreneinrichtung in Anspruch nehmen und erhalten dazu einen Zuschuss der Pflegekassen von derzeit bis zu 1550 Euro.

Darüber hinaus können Senioren bzw. deren Angehörige zusätzlich auch noch die sogenannte Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Mit der Verhinderungspflege haben Sie zusätzlich einen Anspruch auf weitere 28 Tage und 1550 Euro pro Kalenderjahr. Die Leistungen der Verhinderungspflege können sowohl für zeitlich befristeten Aufenthalt in einem Seniorenheim, als auch für ambulante Leistungen in Anspruch genommen werden.

Dabei ist nur zu beachten, dass die Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege, die bis zum 31. Dezember eines Jahres nicht in Anspruch genommen wurden, ersatzlos verfallen und nicht in das neue Jahr übertragen werden können. Aber im neuen Kalenderjahr stehen den Betroffenen diese Leistungen der Pflegeversicherung im vollem Umfang erneut zur Verfügung.

Durch den Gesetzgeber wurden 2013 die Leistungsansprüche für Senioren, die die Kurzzeit- und/oder Verhinderungspflege in Anspruch nehmen nochmals verbessert. Wenn Sie jetzt Kurzzeitoder Verhinderungspflege im Phönix Seniorenzentrum Haus Evergreen oder im Phönix Lebenszentrum Vilseck in Anspruch nehmen, wird Ihnen das Pflegegeld für die häusliche Pflege zur Hälfte weitergezahlt.

Eine Eigenbeteiligung bei der Kurzzeitpflege kann im übrigen vollständig von der Pflegekasse wieder erstattet werden, wenn dem Anspruchsberechtigten sogenannte Betreuungsleistungen (§ 45 a und b SGB XI) zustehen. Die Betreuungsleistungen stehen in der Praxis in der Regel Senioren zu, die an Demenz (z.B. Alzheimer) erkrankt sind zu. Diese Ansprüche werden immer von den Phönixeinrichtungen für die Senioren oder Angehörigen, die dort zur Kurzzeitpflege wohnen, geprüft. Besteht ein entsprechender Erstattungsanspruch gegenüber der Pflegekasse, ist die Kurzzeitpflege in den Phönixzentren ohne eigenen finanziellen Aufwand möglich.

Das Phönix Seniorenzentrum Haus Evergreen bietet darüber hinaus für Senioren, die an Demenz erkrankt sind, in einem eigens dafür vorgesehenen, beschützenden Wohnbereich ein betreutes Umfeld mit speziell dafür ausgebildeten Pflegekräften. Demenzkranke erhalten ab 2013 jetzt auch in der ambulanten Versorgung höhere Leistungen.

Erstmals bekommen auch Personen ohne Pflegestufe (sogenannte Pflegestufe 0), die bereits zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45 a und b SGB XI (100 bzw. 200 Euro) beziehen, ein Pflegegeld von 120 Euro und einen Zuschlag zum Pflegegeld in Höhe von 70 Euro in der Pflegestufe 1 (insgesamt dann 305 Euro) und 85 Euro in der Pflegestufe 2 (insgesamt dann 525 Euro). Wenn die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes oder einer Sozialstation in Anspruch genommen werden, stehen ebenfalls höhere Leistungen der Pflegeversicherung zur Verfügung.

In der neuen Pflegestufe 0 sind das bis zu 225 Euro (sogenannte Sachleistungen) in der Pflegestufe 1 ein Zuschlag von 215 Euro (insgesamt 665 Euro) und in der Pflegestufe 2 ein Zuschlag von 150 Euro (insgesamt 1250 Euro). Bei Fragen zur Pflege, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Sachleistungen, Pflegegeld oder Betreuungsleistungen suchen die Mitarbeiter in den Phönixeinrichtungen die beste Lösung für die Senioren und unterstützen bei Anfragen an die Pflegekasse, bei Anträgen oder bei der Klärung von Anspruchsvoraussetzungen für die unterschiedlichen Leistungen der Pflegekassen.