Mehr Kunstwerk als Brunnen

11.12.2013
Mehr Kunstwerk als Brunnen

Hanna Regina Uber und Robert Diem liefern Skulptur für Georg-Landgraf-Platz

Schnaittenbach. (ads) Eine drei Meter hohe Granitstele, die ein Bronzeband umschlingt und die in gelungener Weise ein faszinierendes Glasrelief aus einer Londoner Künstlerwerkstatt ziert, so lässt sich die wasserführende Skulptur in etwa beschreiben, die in Zukunft als Brunnen den neu gestalteten Georg-Landgraf-Platz bereichert und den Aufenthaltswert an diesem Ort beträchtlich steigert. Das Künstlerehepaar Hanna Regina Uber und Robert Diem aus Aschach realisieren den Brunnen auf ihrem „Künstlerhof“ mit Werkstatt und schaffen, so wie es aussieht, ein neues Meisterwerk in ihrer 30-jährigen Künstlerlaufbahn.

Mit der Neugestaltung des Georg-Landgraf-Platzes ist nun eine der wichtigsten und prädestiniertesten Ordnungsmaßnahmen im Zuge des Städtebauförderungsprogrammes in der Altstadt von Schnaittenbach nach einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren nahezu abgeschlossen. Durch die Rückführung zu seiner ursprünglichen Form ist ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entstanden.

Das von Hanna Regina Uber und Robert Diem eingereichte Brunnenmodell überzeugte den Stadtrat. Die beiden Künstler verstanden es nach Ansicht des Gremiums bestens, auf geniale Weise die vorgegebenen Gestaltungsthemen „Ehenbach, Goldene Straße, Kaolin und der Georg-Landgraf-Platz selbst“ in ihrem Modell zu interpretieren, so dass sie sich gegen die Entwürfe und Skizzen der anderen ausgewählten Künstler Sabine Mädl, Paul Schinner und Wilhelm Koch durchsetzen konnten. Seit Anfang der achtziger Jahre arbeiten Hanna Regina Uber und Robert Diem als Bildhauer und haben seitdem eine Vielzahl von Skulpturen und Plastiken in Bronze, aber auch Holz- und Steinskulpturen verwirklicht.

In den letzten Jahren haben die beiden vermehrt Kunst im öffentlichen Bereich gestaltet und Brunnen und Großplastiken realisiert wie beispielsweise Marktplatzbrunnen in Kastl, Gebenbach und Rieden, die Brunnenfiguren für Happurg, eine lebensgroße Figurengruppe für das Liebfrauen-Stift in Herzogenaurach, eine große abstrakte Skulptur für das Heilig- Geist-Stift Amberg und die Bronzeskulptur „Service Oscar“ für die Deutsche Bundesbahn.

Der künftige Brunnen stellt eine Granitstele dar, aus der oben Wasser fließt. Ein blaugelbes Bronzeband umschlingt den Quader und symbolisiert die Goldene Straße/Verbotene Straße bzw. den Ehenbach. Im oberen Drittel ziert ein weißes, von Innen beleuchtetes Glasrelief als Symbol für das Kaolin den Granitblock. Das hochwertige Glasrelief fertigte eine in London beauftragte Werkstatt. Um den Brunnen mit Erlebnischarakter werden drei Sitze aus Granit zum Verweilen aufgestellt.

„Uns war es wichtig, ein anspruchsvolles Kunstwerk zu schaffen, das sich in seine Umgebung einfügt und die breite Akzeptanz der Bevölkerung findet. Der Brunnen soll zudem von allen Seiten Dynamik und eine attraktive Anziehung auf sein Umfeld ausstrahlen, bündelt er doch als Knotenpunkt die hier zusammenlaufenden Energien“, erläutern die beiden Künstler. Für das Frühjahr 2014 ist ein Fest zur offiziellen Einweihung des Brunnens und des Georg-Landgraf- Platzes geplant.