Staatspreis für Dorfgemeinschaft

11.12.2013
Staatspreis für Dorfgemeinschaft

Gemeinschaftshaus Atzmannsricht findet in München Anerkennung

Atzmannsricht. (ads) Bereits im letzten Jahr waren die Atzmannsrichter beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bayernweit ganz vorne dabei und es wurde ihnen zusätzlich der Sonderpreis der Bayrischen Architektenkammer verliehen. Jetzt gab es wieder Grund zum Feiern, denn die Atzmannsrichter Dorfgemeinschaft wurde mit dem „Staatspreis für Dorferneuerung und Baukultur“ ausgezeichnet.

Zum vierten Mal in Folge wurde ein Projekt aus dem Gebiet der AOVE (Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach) mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Nach der Dorferneuerung Kleinschönbrunn, der Kulturscheune in Elbart und der AOVE selbst waren nun die Atzmannsrichter mit ihrem Gemeinschaftshaus an der Reihe.

Zahlreiche Mitglieder der Dorfgemeinschaft hatten sich gemeinsam mit Bürgermeister Peter Dotzler und seinen Gemeinderäten auf den Weg in die Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz gemacht, um den mit 2000 Euro dotierten Preis entgegenzunehmen. AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer, Planer Markus Rösch und der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung, Thomas Gollwitzer, hatten sich ebenfalls angeschlossen.

Rund 4000 Projekte wurden in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen der Dorferneuerung umgesetzt. Fünfzehn beispielhafte und besonders gelungene Baumaßnahmen öffentlicher und privater Bauherren wurden nun ausgezeichnet. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Gebenbach und des Amtes für Ländliche Entwicklung, vor allem aber mit viel Eigenleistung, wurde ein ehemaliger Rinderstall zu einem Dorfzentrum für Jung und Alt umgebaut.

Das über 100 Jahre alte und nicht mehr genutzte Gebäude wurde von der Gemeinde gepachtet und von der Dorfgemeinschaft mit großem Aufwand saniert. „Dadurch wurde eine Begegnungsmöglichkeit geschaffen, das kulturelle Angebot belebt und einer Verödung des Ortskerns vorgebeugt. Es wurde zudem geholfen kostbare Flächen zu sparen, denn nicht nur in den Boomregionen ist der Flächenverbrauch viel zu hoch“, so Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in seiner Festrede.

Minister Brunner betonte, dass sich durch solche vorbildlichen Maßnahmen die Lebensverhältnisse in den ländlichen Regionen verbessern und der Landflucht entgegengewirkt wird. Bei dem Empfang im Kaisersaal hatten die Preisträger Gelegenheit zu regem Erfahrungsaustausch.