Vom Stromnetz unabhängig

10.02.2014
Vom Stromnetz unabhängig

Familie Flierl wird mit Photovoltaik und Speichertechnologie zum Energie-Selbstversorger

Hirschau. (ads) Michael Flierl hat das geschafft, wovon viele träumen: Mit seiner mit einem ausgeklügelten Lithium-Batteriespeicher kombinierten Photovoltaikanlage hat er den Schritt zum autarken Energie-Selbstversorgergeschafft.

Der 49-Jährigen hat sich mit seiner Familie 2003 ein massives Holzblockhaus gebaut. Dabei hatte er auf die damals noch junge Wärmepumpentechnologie gesetzt und ist bis heute sehr zufrieden damit.

Im Jahr 2006 hat sich die Familie Flierl dann zur Installation einer kleinen zwei kWp Photovoltaikanlage entschlossen, 2012 wurde ergänzen deine 6,4 kWp Photovoltaikanlage auf das Westdach seines Hauses montiert. „Wenn da auch der Ertrag nur 80 Prozent von einer Süddachfläche ausmacht, so hat uns die Eigenverbrauchsregelung dennoch voll überzeugt“, meint Flierl. Zu dieser Zeit stieß Flierl auf eine neu entwickelte Batteriespeicheranlage, mit der man den von den PV-Anlagen tagsüber produzierten Stromspeichern und nachts verbrauchen kann. „Damit war der Virus bei mir natürlich ausgebrochen, auch man damit nicht komplett netzunabhängig wird“, sagt Flierl. Es sei nach seinen Aussagen eine Zeit des Einlesens in die Thematik Stromspeicherung, der technischen und vor allem finanziellen Machbarkeit gefolgt. Die Kosten und das Hickhack um die staatliche Förderung der Batteriespeicher seien erschwerend für die Realisierung des Vorhabens hinzugekommen. Eines war ihm dabei immer klar: „Diese dezentrale Energiegewinnung und Stromspeicherung ist die Zukunft der Energietechnik für private Haushalte, denn damit werden die Netze deutlich entlastet, weil Stromspitzen auf mehrfache Weise abgefangen werden.“

Wenn nun bei den Flierls über Mittag viel Sonnenstrom produziert wird, muss er nicht ins Netz gepumpt werden, sondern wird an Ort und Stelle verbraucht und mit dem Überschuss wird über dies der Speicher vollgeladen.

Im Frühjahr 2013 wurde eine weitere vier kWp-Anlage auf das Ostdach des Hauses und Ende Juli 2013 dann der Batteriespeicher installiert. „Seitdem sind wir glückliche Selbstversorger“, freut sich Michael Flierl zusammen mit seiner Familie.