Ungewöhnlich und mutig

01.04.2014

Von Wilhelm Koch gestalteter Brunnen soll Hirschauer Marktplatz schmücken

Hirschau. (ads) Im Zuge der Marktplatzneugestaltung ist geplant, das Areal mit einem künstlerisch gestalteten Brunnen aufzuwerten. Sieben Künstler aus der Oberpfalz und Niederbayern reichten ihre Vorschläge dazu ein. Als ungewöhnliche und mutige Darstellung der geforderten Themen „Hirschauer Stückl" und „Goldene Straße" wertete die Jury des Kunstwettbewerbs den Monte-Hirschau-Brunnen, mit dem der Künstler und Grafiker Wilhelm Koch aus Etsdorf das Preisgericht überzeugte und sich so den ersten Platz sicherte.

Die Meinungen zu dem Entwurf gehen bei den Entscheidungsträgern im Stadtrat allerdings etwas auseinander und die Vorschläge über die weitere Vorgehensweise reichten von der Begeisterung für den Wettbewerbssieger über einen Bürgerentscheid bis hin zur Kreation eines Brunnens aus den Elementen der vorgeschlagenen Kunstwerke.

Die siebenköpfige Jury bildeten der Vorsitzende des Berufsverbandes bildender Künstler, Ludwig Bäuml aus Regensburg, der Freie Künstler Helmut Langhammer aus Pressath sowie Bürgermeister Hans Drexler und Vertreter der Stadtratsfraktionen.

Die Arbeit Wilhelm Kochs wurde folgendermaßen beurteilt: „Der Monte-Hirschau-Brunnen greift in seiner Aussage nicht nur die beiden vorgegebenen Themen auf, er integriert zusätzlich die Ortsbezeichnung Hirschau und die markante Hirschauer Besonderheit, den Monte Kaolino und illustriert diese bildhaft." Der Monte Kaolino wird als kreisrunder Kegel dargestellt, dessen Oberfläche aus weißem Hartporzellanmosaik besteht. 

Die vereinzelt eingearbeiteten vergoldeten Mosaike verweisen auf das „Weiße Gold" und die „Goldene Straße". Die lebensgroßen, aufeinander stehenden Hirsche, ebenfalls in Goldoptik, schauen nach Western und nach Osten und beobachten den Verkehr auf der „Goldenen Straße". Sie griffen, so die Jury, den verschmitzten Humor der Hirschauer Stückln auf und setzten diesen um. Das Kunstwerk sei eine ungewöhnliche und mutige Darstellung des geforderten Themas.

Durch die einmalige authentische Arbeit, die Fortschreibung des Hirschauer Stückl und das ungewöhnliche Material aus der Region hätte der „Monte-Hirschau-Brunnen" die Jury überzeugt, der zudem breiten Raum für Interpretationen biete und zudem für Nachhaltigkeit stehe, so Ludwig Bäuml zu der Entscheidung der Jury. Vorgesehen ist den Brunnen 2015 zu realisieren.

Der neu gewählte Stadtrat ist gefordert einen Konsens darüber herzustellen.