Viele gute Eigenschaften

01.04.2014
Viele gute Eigenschaften

Mit Löwenzahn den Körper in Schwung bringen

Schnaittenbach. (ads) Auf fast jeder Wiese steht er, und nur wenige wissen, dass er eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze ist, der Löwenzahn, den Kräuterführerin Sigrid Fischer vorstellt. Im arabischen Raum wurde der Löwenzahn (Taraxacum officinale) schon lange als Heilpflanze verwendet bevor er gegen Ende des Mittelalters bei uns bekannt wurde. Bettseicher, Augenwurz, Brunzer, Kuhblume, Rheumatismusblätter – über 500 Volksnamen soll es für den Löwenzahn im Übrigen geben.

Auf jedem Boden kommt der Löwenzahn zurecht und schiebt, wenn es sein muss, seine 30 Zentimeter lange Pfahlwurzel auch zwischen Pflastersteine und unter den Teer in die Erde. Eine wichtige Bienenweide sind das frühe Erscheinen seiner Blüten, die den Immen im Frühjahr zu deren Entwicklung dient. Für den Menschen eignet sich der Löwenzahn hervorragend für eine vierwöchige Frühjahrskur, um den Organismus wieder in Schwung zu bekommen und alte Ablagerungen aus dem Körper zu spülen. Nachgesagt wird dem Löwenzahn, dass er der Leber und Galle hilft, die Leberzellen
regeneriert und den Gallenfluss fördert.

Belebend auf alle Körperfunktionen wirkt der Löwenzahn durch seine Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme. Viele Kräuterkundler wie Pfarrer Künzle, Lonicerus und John Gerard erwähnen die positiven Eigenschaften des Löwenzahn. Sehr offen drückte es Pfarrer Kneipp aus: „Wenn die Menschen Löwenzahn und Brennnessel nehmen würden, liefen nicht so viele Leichengesichter herum." In der Heilkunde werden Blätter, Blüten und Wurzeln verwendet: Die Blütenköpfe und Blätter sollten nur im Frühling von Anfang April bis Ende Mai gesammelt werden.

Im Oktober kann dann die Wurzel gestochen werden. Möchte man Blütensirup herstellen, sollte man die Köpfe bei strahlend schönem Wetter pflücken, da haben sie die stärkste Kraft. Die zarten Blätter im Frühjahr sind mineralien- und vitaminreich, insbesondere reich an Kalium für Niere und Herz. Blüten sammelt man, wenn sie noch nicht voll erblüht sind. Sie sind anregend für den Stoffwechsel und die Bauspeicheldrüse. Wurzeln erntet man im Herbst. Sie werden zerkleinert und getrocknet.

Für eine Löwenzahn Frühjahrs- und Herbstkur werden zwei- bis dreimal täglich eine Tasse Löwenzahntee über vier Wochen getrunken. Dafür werden „Drei-Fingerviel"- Teile der ganzen Pflanze in einem Viertel Liter kaltem Wasser angesetzt, langsam zum Kochen gebracht, ein bis zwei Minuten gekocht und zehn Minuten zugedeckt ziehen gelassen. Danach kann man das Extrakt abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Löwenzahnsirup
Für die Herstellung eines Löwenzahnsirups benötigt man:

Zwei bis drei Handvoll Löwenzahnblüten
Einen halben Liter Wasser
400 g Zucker
Einen Teelöffel Zitronensäure
Die Blüten mit dem Wasser zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze köcheln lassen. Nach einer Viertelstunde abseihen, den Zucker beifügen und die Flüssigkeit noch einmal aufkochen lassen. Zitronensäure einrühren. Den Sirup in eine Flasche füllen und verschließen. Der nach Honig schmeckende Sirup wirkt „blutreinigend".
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