Nachhaltigkeit im Blick

01.04.2014
Nachhaltigkeit im Blick

Neuer Forstwirtschaftsplan für Schnaittenbach

Schnaittenbach. (ads) Der neue Forstwirtschaftsplan für den Stadtwald von Schnaittenbach steht. Den neuen Wirtschaftsplan hat Diplom-Forstwirtin Karola Kettner aus Nittendorf ausgearbeitet. Die Kosten für den Plan teilen sich der Freistaat Bayern und die Gemeinde zu gleichen Teilen. Das Konzept für kommunale Wälder wird alle 20 Jahre überarbeitet.

Die Forstabteilung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) hat dem Stadtrat die wichtigsten Eckpunkte für die künftige Waldbewirtschaftung vorgestellt und erläutert. Die Stadt hat diese Aufgabe dem AELF übertragen.

Naturnahe Pflege
„Wesentliche Ziele sind, die jährlich nachhaltig nutzbare Holzmenge festzulegen und die Wälder mittels zielgerichteter Durchforstungen naturnah zu pflegen sowie durch zukunftsorientierte Baumartenwahl bei der Verjüngung auf die prognostizierten Klimaänderungen vorzubereiten", betonte die zuständige AELF-Abteilungsleiterin Helga Verron. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen vor Ort ist Christoph Lauerer, Leiter des Forstreviers Hirschau, zuständig. Rund 125 Hektar Wald, der sich von der Buchberghütte aus nach Westen in zwei Blöcken am Südabfall des Buchberg/Rotbühlmassivs ausdehnt, betreut er für die Stadt Schnaittenbach.

Hinzu kommen noch kleine, über das Gemeindegebiet verteilte Streuflächen. Der westliche der beiden größeren Blöcke, südlich der Fensterbachquelle, wurde 2009 durch einen einvernehmlichen, fast flächengleichen Tausch mit der Kirchenstiftung Weiher arrondiert, die Bewirtschaftung erleichtert. „Nach den Schneebrüchen zu Jahresbeginn 2013, durch die zum Teil kräftige Löcher im städtischen Wald entstanden sind, sind wir froh über den neuen Plan, der auf der Grundlage einer umfangreichen Inventur basiert, denn der Wald soll zwar bewirtschaftet werden und einen kleinen Beitrag zum städtischen Haushalt liefern, aber immer unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit", so Lauerer.

Kleines Plus erwartet
Generell dürfe in einem nachhaltig geführten Forstbetrieb nur so viel Holz genutzt werden wie nachwachse. Festgelegt wurde, dass der Stadtwald heuer rund 550 Festmeter Holz liefern soll. Mit der staatlichen Förderung für Pflanzungen ergebe das Einnahmen von 32 050 Euro.

An Ausgaben für Holzernte, Kulturen, Waldschutz und Wege fallen etwa 24 600 Euro an. Erwartet werde ein Plus von 7450 Euro bei einer guten Holzmarktentwicklung könne es auch etwas höher sein. Für 2013 lag der Überschuss sogar bei rund 50 000 Euro, bedingt durch den massiven Mehreinschlag nach Schneebruch.