In Zukunft mehr Mischwälder

01.04.2014

Bild des Stadtwaldes wird sich verändern

Schnaittenbach. (ads) Das Bild des Stadtwaldes, derzeit zu 80 Prozent Kiefernwälder, wird sich in Zukunft etwas verändern: An die Stelle der heute vorherrschenden Nadelwälder werden verstärkt Mischwälder treten, die den künftig zu erwartenden höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen besser gewachsen sind, als die heutigen Reinbestände, sagte Helga Verron, Abteilungsleiterin des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Amberg. Sie erläuterte weiter, dass zudem das intensivere Wurzelwerk der Laubbaumarten und das abfallende Laub zur Verbesserung der durch die früher praktizierte Streunutzung verarmten Waldböden beitragen sollen. Trotzdem würden die Kiefer, stellenweise auch Fichte und Lärche, an der nächsten Waldgeneration der heutigen Altbestände einen nennenswerten Anteil haben. Ihre Verjüngung solle hauptsächlich durch natürliche Ansamung erfolgen. Andere Baumarten wie Buche oder Eiche, in geringem Umfang auch Douglasie, müssten allerdings gepflanzt werden.

Für 2014 sind Pflanzungen auf 1,5 Hektar unter aufgelockerten Altbeständen vorgesehen, informierte sie. Bürgermeister Sepp Reindl freute sich über den  gelungenen neuen Forstwirtschaftsplan für die nächsten 20 Jahre. Er bedankte sich für eine ausgezeichnete konstruktive Zusammenarbeit bei Verron und Revierleiter Christoph Lauerer. Mit dem neuen Forstwirtschaftsplan würden Zukunftsperspektiven für die Waldbewirtschaftung aufgezeigt. Dies sei bedeutend, denn schließlich umfasse der Stadtwald eine nicht unerhebliche Fläche von rund 125 Hektar, so Reindl.