Zuhause für tausende Exponate

27.10.2014

René Ehringer-Hoffmann und Dieter Hoffmann bauen Museum für Steingut-Produkte aus Hirschau auf

Hirschau. (ads) „Gut Ding braucht Weile“ – nach diesem Motto nimmt das erste
 Hirschauer Museum für Steingut, Kaffeekannen und Bierkrüge Gestalt an. Nach
 jahrelanger intensiver Suche für geeignete Räume wurden René Ehringer-Hoffmann und
 ihr Mann Dieter Hoffmann im Sommer 2013 fündig: Sie erwarben im Herzen der Altstadt
hinter der Kirche in der Hauptstraße 68 das denkmalgeschützte Anwesen, das
zu den ältesten Häusern hier zählt. Es wurde bereits 1461 urkundlich erwähnt und
blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Beim Kauf ahnte das Paar
nicht, dass der heruntergekommene Zustand des alten Gemäuers und der starke
Schimmelbefall einen sehr hohen Arbeitseinsatz mit entsprechenden Kosten fordern
würden. Beide bedauern, dass der Hilferuf nach Unterstützung im Leeren verhallte.
Inzwischen hat das Ehepaar in mühevoller Kleinstarbeit die Räume im Unter- und im
ersten Obergeschoss entkernt, verputzt und gestrichen. Nun kann mit dem Anbringen
der Regale für die Exponate begonnen werden. „Wir wollen das in Hirschau
lassen, was nach Hirschau gehört“, betont René Ehringer- Hofmann, die inzwischen
rund 3300 Kaffeekannen und 2800 Exponate aus Hirschauer Steingutproduktion
ihr Eigen nennt. „Eine gute Basis, um damit ein Museum zu bestücken“,
meint die leidenschaftliche Sammlerin. Während sie sich Kaffeekannen und Steingut
verschrieben hat, pflegt ihr Mann eine Schwäche für Bierkrüge. Er hat eine stolze
Sammlung von 1350 Stück beieinander, davon 350 aus Hirschauer Produktion.
Alle Exponate lagern derzeit in Kartons verpackt in den Räumlichkeiten des künftigen
Museums. Sie warten darauf, ausgepackt und präsentiert zu werden. Im Untergeschoss
will das Ehepaar alle Stücke aus der hiesigen Steingutproduktion ausstellen.
Der Flohmarkt, der bisher hier jeden Freitagvormittag seine Pforten öffnet und
gut angenommen wird, soll in einen Pavillon in den Museumsgarten ausgelagert
werden. Der erste Stock ist ebenso wie das Untergeschoss saniert.
Um einen Kontrast zu den überwiegend weißen Kaffeekannen zu schaffen, wurde
an den Wänden mit Farbe nicht gespart: Kräftiges Rot, schreiendes Grün, intensives
Violett, bezauberndes Terrakotta und sattes Blau bieten einen interessanten Hintergrund
für die Exponate. Damit nicht genug, denn das Ehepaar hat noch die Sanierung
zweier weiterer Obergeschosse zu bewältigen, um alle Exponate gebührend zu
präsentieren. Zudem wächst die Sammlung täglich. René Ehringer- Hoffmann und ihr Mann bitten,
alle hiesigen Steingutproduktionen im künftigen Museum abzugeben, anstatt
sie im Wertstoffhof zu entsorgen. Weiter wären beide um jegliche Hilfe bei der Realisierung
des Museums mit kleinem Café dankbar, das einmal auf Spendenbasis betrieben wird.