Jung und Alt Hand in Hand

Mittelschüler pflegen Partnerschaft mit BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim

Hirschau. (u) Im Jahr 2007 startete das Bayerische Sozialministerium mit Unterstützung der katholischen und evangelischen Kirche die Kampagne „ganz jung. ganz alt.ganz ohr“. Ziel der Initiative ist es, alte Menschen verstärkt in die Gesellschaft zu integrieren und den Zusammenhalt der Generationen nachhaltig zu stärken.

In der Kaolinstadt gibt es seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 eine Gruppe, die sich diesem Ziel vorbildlich widmet – die Arbeitsgemeinschaft „Soziales Lernen“ der
Mittelschule. Deren Leiterin, Fachlehrerin Elfriede Scharl, ist es ein echtes Anliegen, Alt und Jung bei gemeinsamen Aktionen zusammenzubringen und so das Verständnis füreinander zu wecken bzw. zu fördern.

Daher pflegen ihre Schülerinnen und Schüler eine enge Partnerschaft mit den Bewohnern des BRK Seniorenwohn- und Pflegeheims St. Barbara. Im laufenden Schuljahr sind es vier Mädchen und zwei Jungen der sechsten Klassen, die sich jeden Monat an einem Mittwoch zu Aktionen mit den Seniorinnen und Senioren treffen. Im letzten Schuljahr gestalteten die Jugendlichen und die Heimsenioren nicht weniger als neun Projekte.

Auch im laufenden Schuljahr werden die Kontakte zwischen Jung und Alt regelmäßig und intensiv gepflegt. Man kam zum Schneiden und Auffädeln von Blättern aus Filz für einen Blättervorhang zusammen.

Viel Spaß bereitete der Spielenachmittag. Die guten, alten Brettspiele „Mensch-ärgere- dich-nicht“ und „Mühle“ standen genauso auf dem Programm wie das Generationenspiel. Es wurde gemeinsam gesungen und man las sich gegenseitig Geschichten vor. Während der Adventszeit war Plätzchenbacken in der Schulküche angesagt. Dabei gaben die Sechstklässler englische Weihnachtslieder zum Besten. Für den Rest des Schuljahres stehen auf jeden Fall noch eine Kegelrunde im Seniorenheim, ein Erdbeerfest in der Schulküche, Minigolf- Spielen auf der Anlage am Monte Kaolino, gemeinsames Eisessen und eine Spazierfahrt auf der Agenda.

Die AG-Leiterin und Rektor Hans Meindl ziehen ein durch und durch positives Fazit über die Kooperation der Jugendlichen und der Senioren. Elfriede Scharl: „Schon nach dem ersten Nachmittag waren alle Berührungsängste überwunden – bei der Jugend genauso wie bei den älteren Semestern. Alle pflegen einen ganz natürlichen Umgang miteinander.“

Genauso sieht es Heimleiterin Astrid Geitner. Sie ist über die regelmäßigen Kontakte ihrer Heimbewohner mit der Schuljugend hoch erfreut:
„Unsere Senioren blühen jedes Mal richtig auf, wenn so ein Treffen angesagt ist. Sie haben ganz einfach das Gefühl, dass sie noch dazugehören