Noch ein Elektro-Auto

Sieben Dienstautos der Caritas-Sozialstation fahren mit Strom – Emissionsfrei und lärmarm unterwegs

Hirschau. (u) Auf dem Pflegesektor nimmt die Hirschauer Caritas-Sozialstation seit jeher eine Vorreiterrolle ein. Seit letztem Jahr übernimmt sie auch auf ökologischem Gebiet eine Vorbildfunktion. Sieben ihrer insgesamt 36 Dienstautos fahren mit regenerativem Solarstrom emissionsfrei und lärmarm zu den Patienten.

Mit berechtigtem Stolz präsentierte Stationsgeschäftsführer Diakon Richard Sellmeyer Mitte März mit einem „Citroen Zero“ das siebte Elektro-Auto an der Ladestation unter den Carports an der Marienstraße. Auf deren Dächern und auf dem Dach des Stationsgebäudes werden rund 57 Kilowatt Peak (kWp) Energie an „himmlischer Energie“ erzeugt, mit der die E-Fahrzeuge „gefüttert“ werden.

Rund zwei Stunden beträgt die Ladezeit für ein Auto. An der E-Tankstelle können alle Fahrzeuge – fünf Renault Zoe, ein Nissan Leaf und der neue Citroen Zero – gleichzeitig angesteckt werden. Es laden jedoch immer nur vier Autos, die anderen befinden sich im Wartemodus. Sobald die vier Autos „vollgetankt“ sind, werden die anderen automatisch geladen. Nach Aussage der stellvertretenden Verwaltungsleiterin Anja Klein reicht eine Batterieladung bei den Pflegetouren für 80 bis 120 Kilometer.

Richard Sellmeyer bekannte, dass seine eigenen Erfahrungen und die positiven Aussagen seines Personals über das erste E-Auto für ihn Schlüsselerlebnisse gewesen seien. Sie hätten den Ausschlag für den Kauf der weiteren Fahrzeuge gegeben. Die Anschaffung des ersten E-Autos habe man maßgeblich dem früher an der Hirschauer Hauptschule tätigen Lehrer Ekkehard Brühschwein und Karl Müller von „ZEN Ensdorf“ (Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit) zu verdanken. Beide hätten die Vorstände der vier Raiffeisenbanken im Landkreis davon überzeugt, jeweils ein E-Auto für die im Einzugsbereich ihrer Bank tätige Sozialstation zu sponsern, eben auch eines für die Hirschauer Station. Der Kaufpreis für diese Fahrzeuge, so Sellmeyer, beträgt mittlerweile weniger als 20 000 Euro.

Er hatte weitere interessante Daten zu bieten. Demnach haben im Jahr 2014 die Pflegekräfte mit dem damals einzigen E-Auto rund 17 000 Kilometer zurückgelegt. 2015 Betrug die Fahrleistung für fünf E-Fahrzeuge etwa 70 000 Kilometer. Dadurch wurden etwa 10 000 Euro an „Spritkosten“ gespart. Die Elektroautos sind überdies steuerfrei. Kostengünstig und unproblematisch sind die Werkstatt-Kundendienste. Nur lobendes haben auch diejenigen zu berichten, die mit den E-Fahrzeugen Tag für Tag auf Tour gehen.