Hat Spaß gemacht

Valentina Lipp und Aaron Waldhauser erzählen von ihrer Zeit als Kinderprinzenpaar

Hirschau. (u) Er heißt Aaron Waldhauser und ist acht Jahre alt, sie ist sechs Jahre alt und heißt Valentina Lipp. Als Prinz Aaron I. und Prinzessin Valentina I. regierten sie vom 11. November 2015 bis zum 9. Februar 2016 in der Kaolinstadt. Die 91-tägige Regentschaft hat ihnen – wie beide strahlend bekennen – vom ersten bis zum letzten Augenblick richtig Spaß gemacht.

Die Ehre, drei Monate lang Königliche Hoheiten spielen zu dürfen, hat das Prinzenpärchen Regina Merkl zu verdanken, der Leiterin der Kindergarde. Aaron war schon in der letzten Faschingssaison einmal in die Prinzenrolle geschlüpft, als Prinz Michael I. erkrankt war. Valentina ist die beste Freundin der Vorjahresprinzessin Marie I., Regina Merkls Tochter. Aaron wie Valentina bekunden freimütig, dass sie sich, genauso wie ihre Eltern, riesig über Reginas Angebot gefreut haben. Aaron: „Mama und Papa waren stolz auf mich und haben gesagt, „des machst du scho!“ Valentinas Klassenkameraden fanden das Ganze auch toll. Aarons Freunde hätten sich die Aufgabe nicht zugetraut.

Regina Merkl war schnell überzeugt, mit den beiden die richtige Wahl getroffen zu haben. Im August fingen sie an, ihr Begrüßungsgedicht und den Prinzenwalzer zu lernen. Dass unter den vielen Übungseinheiten die schulischen Leistungen gelitten haben könnten, verneinen sie unisono. Richtig froh war die Trainerin über die gute Zusammenarbeit zwischen ihr und den Prinzenpaar-Eltern in Sachen Kleidung. Prinzenanzug und die Garderobe der Prinzessin sollten ja zum Garde-Motto „Kids of Africa“ passen. Aaron: „Meinen Anzug hat Mama gekauft und mit Gold verziert. Frau Panzer hat noch eine Weste und eine Mütze genäht.“

Aufwändiger sah es bei Valentina aus: „Den weißen Rohling des Kleides haben wir im Internet bestellt. Er wurde von Herrn Stöckl, einem Künstler, mit Goldfarbe und Airbrush gefärbt. Frau Panzer hat es mit unterschiedlichen Stoffen aufgemöbelt. Die besten Ideen hatte Regina. Ich durfte auch sagen, welche Stoffe, wohin kamen. Das Kleid und meine getigerte Jacke hat Papa bezahlt, die Änderungen und schönen Stoffe der Verein. Die Handschuhe und den Haarreif hat mir Regina geschenkt.“

Jeder Auftritt hat ganz toll Spaß gemacht. Ganz super finden sie den Hirschauer Faschingszug. Aaron: „Auf dem Cabrio sitzen war cool.“ Valentina schwärmt vom Kindergardetreffen in Nittenau: „Da habe ich ganz viele Orden bekommen und habe mich beim Einmarsch wie eine Hauptperson gefühlt.“

Für Aaron war der Auftritt beim Kinderfasching der Beste: „Da haben mich alle meine Freunde gesehn!“ Regina Merkl attestiert ihren Schützlingen, alles „spitzenmäßig gemeistert“ zu haben, besonders imponiert hat ihr die Souveränität beim Ordensverleih- Küsschengeben. Voll des Lobes ist er über seine Prinzessin: „Ich habe mich immer super mit ihr verstanden. Valentina hat immer supertoll ausgesehen.“ Ähnlich äußert sich Valentina: „Aaron hat wirklich super getanzt, wir haben nie gestritten.“

Weil die Prinzessinnenzeit für sie ein „ganz tolles Erlebnis“ war, kann sie es sich „sehr gut vorstellen“, im Erwachsenenalter erneut Faschingsprinzessin zu sein. Aaron hat schon konkrete Pläne: „Wenn ich mal groß bin, will ich nochmal großer Faschingsprinz werden.“

Nur am Rande: Das letzte Erwachsenen- Prinzenpaar gab es in Hirschau mit Heribert I. und Elisabeth I. im Jahr 1959, ausgerufen beim Kolpingball. Drei Jahre später wurden Heribert Fleischmann und Elisabeth Mendl ein Ehepaar.