Blechmusik rund um den „Kobl“

Jakobi-Kirchweih und 40 Jahre Musikverein am 23. und 24. Juli in Freudenberg

Freudenberg. Blech 7, Volles Rohr Blech, die Hammerbachtaler Blousn sind unter anderem die musikalischen Protagonisten beim nächsten Woodstock der Blechmusik. Dazu gesellen sich die Musikanten vom Blasorchester des Musikvereins Freudenberg, die Artillerie Musik Alte Garde Zürich und die Oberpfälzer Seenland Musikanten. Rund um das kleine Kircherl am Freudenberger „Kobl“ – dem historischen Ortskern rund um die Jakobikirche – wird am 23. und 24. Juli gefeiert.

Los geht’s am Samstag um 19 Uhr mit „Blech 7“. Danach steht „Volles Rohr Blech“ auf der Bühne. D’Hammerbachtaler-Blousn beschließt den Abend.

Der Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst. Das Blasorchester des Musikvereins übernimmt hierbei den musikalischen Teil. Anschließend lädt der Musikverein zum Frühschoppen ein. Die „Artillerie Musik Alte Garde Zürich“ kann sich ohne Zweifel als einzigartig und Unikum der helvetischen Blasmusikszene bezeichnen. Ist sie doch das kleinste Corps des Schweizer Blasmusikverbandes und besteht seit mehr als 114 Jahren.

Ab 15 Uhr heißt es „Sit down und horch die Musi“ mit Musikverein Vilseck, dem Musikverein Freudenberg und dem Nachwuchsorchester
Freudenberg. Den Abschluss bilden die „Oberpfälzer Seenland Musikanten“.

Das heutige Jakobi-Kirchlein wurde im 19. Jahrhundert neu aufgebaut, nachdem die Vorgängerkirche durch einen Brand vollkommen zerstört worden war. Wie der zeitgenössische Chronist Pfarrer Johann Kastner im Saalbuch der Pfarrei Wutschdorf berichtet, brach in der Nacht zum 15. Juli 1828 gegen 2 Uhr wahrscheinlich durch Brandstiftung ein „Schadenfeuer nächst der St. Jakobikirche“ aus und äscherte neun Wohnhäuser samt Städeln und Ställen sowie die Jakobikirche „mit schönen zwei Glöcklein und einer sehr guten Uhr“ ein.

Die vorhergehende Kirche bestand mindestens seit 1419, dem Verleihungsjahr des St.-Jakob-Marktes. Sie führte deshalb auch den Namen „Marktkirche“ und gehörte zur Herrschaft Freudenberg. Geweiht war auch sie dem Apostel Jakobus dem Älteren, dessen Patroziniumstag der 25. Juli ist.