Gelebte Dorfgemeinschaft

Ehenfelder Frauen halten die Tradition der Hutzaabende aufrecht

Ehenfeld. (fdl) Früher hieß es in der Winterzeit oft: „Ich göih Hutza". Man besuchte sich gegenseitig. Bei diesen geselligen Zusammenkünften erzählten die „Alten" und die Jungen hörten zu. Es wurde gemeinsam musiziert, aber auch Handarbeiten oder Spiele gemacht.

Die Ehenfelder Frauen halten diese Tradition in Ehren. 1993 trafen sie sich das erste Mal beim „Hansen-Bauern". Angeregt durch Christa Falk und Monika Kustner vom örtlichen BBV. Seid dem Jahr 2000 treffen sie sich im damals neu erbauten Gemeinschaftshaus.

Im Winter jeden zweiten Mittwoch. Im Sommer immer am ersten Mittwoch im Monat. Waltraud Birner, die Wirtin des Gemeinschaftshauses, kocht dazu immer einen speziellen „Hutzatee". Man weiß nicht genau, kommt die gute Stimmung der Frauen vom Tee oder von den Geschichten, Erzählungen und Witzen, die Armella Schlosser dabei zum Besten gibt.

Es wird gestrickt und gesungen. In der Adventszeit kommt der Nikolaus vorbei und vor Weihnachten das Christkind. In der Faschingszeit gaben sich schon Queen Elisabeth und Prinz Charles die Ehre. Auch einstudierte Sketche und Einakter kommen zur Aufführung.

Alle weiblichen Dorfbewohner sind zu den Treffen eingeladen. Vielleicht freuen sich dann auch wieder Jüngere über die Geschichten der „Alten" und erfahren manche Neuigkeit, wie es früher zugegangen ist in Ehenfeld. Das ist gelebte Dorfgemeinschaft und sicher viel interessanter als ein Abend vor dem Fernseher.