Kloins Rutscherl wird altersschwach

„Helfer vor Ort" brauchen neues Einsatzfahrzeug – Anschaffung mit Spenden unterstützen

Hirschau. (u) Dass die „Helfer vor Ort" nicht rechtzeitig vor Ort sind, soweit soll es nicht kommen. Der Smart, mit dem die Helfer aktuell unterwegs sind, war bei der Anschaffung vor zwei Jahren kein Neufahrzeug. Er hatte schon 75 000 Kilometer hinter sich. Aktuell sind es knapp 90 000 Kilometer.

Da der Motor des „kloina Rutscherls" nicht für hohe Drehzahlen nach ständigen Kaltstarts gebaut ist, lässt dieser langsam aber sicher nach. Die finanzielle Situation ließ damals die Installation einer Motorvorwärmung nicht zu, da anderes Equipment zur Patientenversorgung oder zum Eigenschutz beschafft werden musste. Jedenfalls müssen die „Helfer vor Ort" damit rechnen, dass sie ihr „Smarty" bald komplett im Stich lassen könnte.

Für den Kauf eines neuen Einsatzfahrzeugs ist man ausschließlich auf Spenden angewiesen. Den beiden HvOLeitern Daniel Reger und Johannes Sellmeyer brennt die Zeit auf den Nägeln. Sollte ihr „Smarty" ausfallen, müssten die „Helfer vor Ort" wieder mit ihren Privatautos ohne Sonderrechte – sprich ohne Blaulicht und Martinshorn – zu ihren Einsätzen ausrücken. Diese Situation sollte vermieden werden.

„Wir wollen zwar ein größeres Auto, aber auf jeden Fall wieder einen Kleinwagen", sagen beide. Um den Verschleiß zu minimieren, schwebt ihnen ein Ford Focus mit Motorvorwärmung vor – geschätzte Kosten ca. 18 000 Euro. Wer den „Helfern vor Ort" bei der Finanzierung ihre Einsatzwagens helfen will, kann dies tun durch Spenden auf das Konto des BRK Kreisverbandes Amberg-Sulzbach IBAN: DE16 7525 0000 0190 0198 10 unter Angabe des Verwendungszwecks „HvO Hirschau". Falls eine Spendenquittung gewünscht wird, müssen im Verwendungszweck Name und Anschrift angegeben werden.

„Des kloine Rutscherl vom Roudn Kreiz" – so nennen viele Hirschauer, Schnaittenbacher und Gebenbacher den Smart, ist fast täglich mit Blaulicht und Martinshorn auf ihren Straßen unterwegs ist. Und sie wissen: Die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort" sind wieder im Einsatz. Seit 2010 gibt es die HvO Truppe und ihr im Oktober 2014 angeschaffter Smart war das erste HvO-Fahrzeug im Landkreis Amberg-Sulzbach, weiß HvO-Leiter Daniel Reger zu berichten.

„Wir waren Vorreiter und mussten erst einmal testen, ob alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Schließlich finanzieren wir „Helfer vor Ort" und ausschließlich durch Spenden." Seine Bilanz: „Es funktioniert und rechnet sich, dank eines Einsatzfahrzeugs schneller vor Ort zu sein als vorher mit unseren Privatautos ohne Blaulicht und Martinshorn. Im Schnitt waren wir bei jedem Einsatz vier Minuten, die lebensrettend sein können, schneller!"