Handfestes Volksstück mit Niveau

Auf der Bühne im Hirschauer Schlosshof trifft sich im Juli und August „Der Heldenstammtisch"

Hirschau. (u) Im Sommer 2017 ist es wieder so weit. Auf der Freilichtbühne im Schlosshof finden zum siebten Mal die „Hirschauer-Stückl-Festspiele" statt. Dieses Mal steht das bayerische Volksstück „Der Heldenstammtisch" von Werner Asam auf dem Spielplan.

Dem Festspielverein ist es zu verdanken, dass die Festspiellandschaft der Oberpfalz seit 2005 um einen originellen Farbtupfer reicher ist. Seither wird alle zwei Jahre ein „Hirschauer Stückl" aufgeführt, 2017 dann zum siebten Mal. Nach „Die Erbschaft" (2005), „Die Steingutfabrik" (2007), „S'Braufieber" (2009), „Exerziert is glei" (2011), „Das Klosterkindl" (2013) und „Der Glockenkrieg" (2015) heißt es vom 21. Juli bis 6. August an neun Abenden Bühne frei für den Schwank „Der Heldenstammtisch". Regie führt Verena Bauer.

Auch im neuen „Stückl" wird deutlich, dass die Hirschauer über Generationen hinweg als die „Schildbürger der Oberpfalz" gegolten haben, wie schon 1619 in der „Descriptio Scheppenstatii" zu lesen ist. Dort heißt es: „Deren lächerliche Thaten werden soviel und mangerley herumgetragen, das sie theils den Schildbürgern, theils den Hirschauer zugeschrieben werden." Wie in den Vorjahren werden auch dieses Mal nicht einfach solche angeblichen Schelmenstreiche aneinandergereiht, sondern in die Handlung der Inszenierung integriert.

In Hirschau ist ein junges Mädchen aufgetaucht, dessen Vater die vier Helden aus dem Krieg sein könnten. Zunächst will keiner der Vier die Vaterschaft übernehmen. Als sich aber herausstellt, dass Isabella eine große Wiese mitten im Ort erben soll, auf die die Helden schon lange scharf sind, ändert sich alles. Auf einmal hat sie vier Väter, weil bei einem Verkauf der Wiese der leibliche Vater zustimmen muss. Der Konflikt spitzt sich zu, als sich herausstellt, dass der Sohn des Bräu und das schöne Mädchen einander zugetan sind. Verständlich, dass der Bräu die Liebesgeschichte zwischen den möglichen Geschwistern verhindern muss. Es geht hoch her in Hirschau, die Einrichtung der Wirtsstube wird bei einer Rauferei zerschlagen und die vier Freunde sind zerstritten. Da übernehmen die Frauen der vier Helden das Regiment und finden eine überraschende Lösung.

Die Besucher dürfen sich auf eine liebevolle Komödie mit rund vierzig Darstellern freuen, in der Hirschauer Stückln nicht zu kurz kommen.

 

Termine und Infos

Die Premierenvorstellung, bei der auch der Autor des Stücks
Werner Asam anwesend sein wird, findet am Freitag, 21. Juli, um 20.30 Uhr im Schlosshof statt. Auch die weiteren Aufführungen am 22. Juli (Samstag), 26. Juli (Mittwoch), 28. Juli (Freitag), 29. Juli (Samstag), 2. August (Mittwoch), 4. August (Freitag), 5. August (Samstag) und 6. August (Sonntag) beginnen um 20.30 Uhr. Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr. Karten gibt es im Reisebüro am Markt, Hauptstraße 50, oder online bei „NT-Ticket.de" bzw. einer der vielen Vorverkaufsstellen.