Spielend dazulernen

Treff für Kinder mit Migrationshintergrund – Projekt Hausaufgabenbetreuung entsteht

Schnaittenbach. (ads) Vorbildliches Engagement für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund zeigen die ehemaligen Schüler der Schnaittenbacher Schule Leonie Saller, Lena Hartmann, Miriam Schindler, Sebastian Schlosser und Johannes Schindler. Sie haben einen Spieletreff ins Leben gerufen.

Hier sollen sich die Kids gegenseitig kennenlernen, Kontakte und Freundschaften knüpfen, Spaß haben und dabei noch dazu ihre Sprachkenntnisse verbessern. Der Spieletreff findet vierzehntägig jeweils mittwochs um 16.30 Uhr in der Schule Schnaittenbach statt. Nähere Infos gibt dazu Gabi Schindler unter schindler.gabriele@googlemail.com.

Mit diesem Projekt hat sich die Schnaittenbacher Schule nach Auskunft der Schulleiterin Rektorin Michaela Bergmann auch um den Hans-Weber-Preis für Demokratie und Toleranz beworben. Das Verfahren läuft noch.

„Aufgrund der steigenden Zahlen von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache an der Schule und im Stadtgebiet haben wir im Frühjahr vergangenen Jahres beschlossen, einen regelmäßigen Spieletreff zu veranstalten und sind freudig überrascht, dass ehemalige Schüler unserer Schule diese Idee tatkräftig unterstützen", betont die Schulleiterin.

„An der Grund- und Mittelschule Schnaittenbach liegt uns die Integration der Kinder mit Migrationshintergrund besonders am Herzen", so Rektorin Bergmann. Sie lässt wissen, dass es bei dem Angebot nicht nur speziell um Flüchtlingskinder gehe, sondern um alle Kinder, die aus anderen Ländern kommen – aus welchen Gründen auch immer.

Zwar besuchten laut Bergmann viele der Kinder, deren Familien nun in Schnaittenbach leben, gar nicht die hiesige Schule, sondern eine Übergangsklasse an einer anderen Schule. Doch die Kinder sollen hier Gleichaltrige kennenlernen, Kontakte knüpfen und Zeit mit anderen Kindern verbringen, die in Schnaittenbach leben.

Der wird nun im zweiwöchigen Turnus von ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Schule auf dem Schulgelände angeboten. Bei den Treffen werde laut Bergmann zusammen gespielt und gelacht, musiziert oder auch gekocht und gegessen.

„Der Spielertreff wird gut angenommen und es ist mittlerweile so, dass auch Kinder aus den Nachbarorten anfragen, ob sie nicht daran teilnehmen können. Auch jüngere Geschwister oder Bekannte werden mitgebracht, so dass sich eine bunte Gruppe zusammengefunden hat", freut sich Bergmann.

Nach dem großen Zuspruch für den Spieletreff ist die Schnaittenbacher Schule mit Unterstützung der Pfarrei St. Vitus jetzt dabei, ein neues Projekt zur Hausaufgabenbetreuung der Migrationskinder ins Leben zu rufen. Damit die Kinder der Flüchtlingsfamilien trotz ihres Sprachrückstands in der Schule gut mitkommen, ist eine zusätzliche Betreuung bei den Hausaufgaben sehr wertvoll.

Die Mittelschule Schnaittenbach und der Arbeitskreis „Flüchtlinge-Asyl" der Pfarrei St. Vitus suchen für die Hausaufgabenbetreuung an der Schnaittenbacher Schule Helferinnen oder Helfer, die diesen Dienst übernehmen. Hierfür ist keine spezielle Ausbildung erforderlich.

Wer sich mit einbringen möchte, wendet sich an die Schule Schnaittenbach unter der Nummer (09622) 7 02 60 oder an Pfarrer Josef Irlbacher unter der Nummer (09622) 7 14 14.