Allerhand Turbulenzen

Festspielverein Hirschau zeigt „Heldenstammtisch" vom 21. Juli bis 6. August

Hirschau. (u) Von 21. Juli bis 6. August steht in der Kaolinmetropole das nächste kulturelle Highlight an. Auf der Freilichtbühne im Schlosshof öffnen zum siebten Mal die „Hirschauer-Stückl-Festspiele"
ihren Vorhang mit dem bayerischen Volksstück „Der Heldenstammtisch" vonWerner Asam. Der Autor wird bei der Premiere am 21. Juli persönlich mit dabei sein.

Dass es seit 2005 alle zwei Jahre „Stückl-Festspiele" gibt, ist dem Festspielverein mit seinem Vorsitzenden Hans Drexler zu verdanken. Nach „Die Erbschaft" (2005), „Die Steingutfabrik" (2007), „s' Braufieber" (2009), „Exerziert is glei" (2011), „Das Klosterkindl" (2013) und „Der Glockenkrieg" (2015) erwarten die Besucher heuer an neun Abenden allerhand Turbulenzen auf der „Heldenstammtisch-Bühne".

Wie in den Vorjahren werden auch diesmal nicht einfach
angebliche oder tatsächliche Schelmenstreiche der Hirschauer aneinandergereiht. Insider werden z.B. das Stückl vom „Bürgermeister, der mit seiner Hose redet" oder von „der Fußverwechslung" wiederfinden. Auch die aktuellen „Hirschauer Stückln" vom neuen Marktplatzbrunnen und vom Lalehaus sorgen bei den Akteuren für Aufregung und Verwirrung.

Daran mangelt es im gesamten Schwank ohnehin nicht, bei dem dieses Mal Hans Drexler Regie führt. Unter seinen Fittichen bereiten sich derzeit 43 Darsteller – 24 Männer und 17 Frauen – auf die Aufführungen vor. Auch beim Kulissenbau legt der Altbürgermeister seit geraumer Zeit kräftig Hand an, unterstützt von Lothar Fischer und vom Schnaittenbacher Künstler Jürgen Hartmann. Letzterer betätigt sich als kreativer Kulissenmaler.

Auf der Bühne sind in den Hauptrollen bekannte Gesichter zu sehen. Roland Fritsch spielt den Posthalter Ignaz Kaitmeier, Dieter Held den Bräu Wiggerl Wochinger, Erhard Ackermann den Bürgermeister Schorsch Lackner und Christian Gnan den Großbauern und Veteranenvorstand Josef Lindinger. Diese vier Helden sind es, die jedes Jahr den Tag feiern, an dem sie beim bereits 25 Jahre zurückliegenden Krieg gegen die Franzosen mit dem bayrischen Armeekorps unter General von der Tann Orleans erstürmt haben. Bei ihren Stammtischgesprächen vergessen sie geflissentlich, dass sie eigentlich gar nicht in den Krieg ziehen wollten.

Unverhofft taucht in der Stadt ein hübsches junges Moidl (Christina Wisneth) namens Isabella auf, Tochter der früheren Magd beim Bräu. Denkbar, dass einer der vier Helden ihr Vater ist. Davon will – zunächst – keiner von ihnen etwas wissen. Das ändert sich schlagartig, als bekannt wird, dass Isabell eine große Wiese erben soll, auf die jeder aus dem Heldenquartet schon lange scharf ist. Auf einmal hat sie vier Väter, weil bei einem Verkauf der Wiese der leibliche Vater zustimmen muss. Prekär wird die Situation für den Bräu, als sein Sohn Rudolf (Markus Dittrich) sich in das Mädchen verliebt hat.

Verständlich, dass der Bräu eine Liaison zwischen den potenziellen Geschwistern verhindern muss. Es geht hoch her im Ort. Bei einer Rauferei wird die Einrichtung der Wirtsstube zerschlagen. Die vier Freunde sind zerstritten. Da treten die Frauen der vier Helden auf den Plan. Kreitmeiers Haushälterin Aurelia, ein richtiger Besen, der sich mit dem Posthalter herrlich fetzen kann, Anneliese Wochinger (Saskia Krügelstein), Hedwig Lackner (Corinna Falk) und die Französin Julie Lindinger (Meike Birner) übernehmen das Regiment. Die Folge – der Schwank wird immer turbulenter. Mit dabei ist auch eine Hühnerschar von Fritzi Dobmeyer. Mitglieder des Musikzugs und Georg Kustner mit seiner Diatonischen sorgen für die passende Musik. Die Besucher dürfen sich also auf eine haarscharfe, liebevolle Komödie freuen.

Premiere ist am Freitag, 21. Juli, um 20.30 Uhr im Schlosshof. Auch die weiteren Aufführungen am 22. Juli (Samstag), 26. Juli (Mittwoch), 28. Juli (Freitag), 29. Juli (Samstag), 2. August (Mittwoch), 4. August (Freitag), 5. August (Samstag) und 6. August (Sonntag) beginnen jeweils um 20.30 Uhr (Einlass stets ab 18.30 Uhr).

Eintrittskarten gibt es im Reisebüro am Markt, Hauptstraße 50, oder online bei www.nt-ticket.de bzw. einer der vielen Vorverkaufsstellen. In den Reihen 1 bis 9 kosten die Karten im Vorverkauf 14 Euro, in den Reihen 10 bis 15 sind es 12 Euro. An der Abendkasse kosten die Karten 16 bzw. 14 Euro.