Nicht das Opfer sein

Kursangebot Selbstverteidigung: Frauen lernen fundamentale Griffe

Kohlberg. (war) „Wir haben sehr wirkungsvolle Handgriffe gelernt", oder „Ich bin nicht das Opfer, sondern ich weiß nun zu reagieren" – so hörten sich die wichtigsten Aussagen der Teilnehmerinnen am Selbstverteidigungskurs in der Kohlberger Turnhalle an.

Bis zu 20 Frauen nutzten das für Vereinsmitglieder kostenlose Angebot des Sportvereins an insgesamt zehn Abenden und hatten in Mehmet Begen einen kompetenten Lehrmeister.

Begen, Schwarzgurt-Träger im Judosport, schulte fundamentale Verhaltensweisen aber auch Kniffe, Schläge und Griffe, die einem möglichen Angreifer wirklich wehtun und diesen im Idealfall zur Aufgabe bewegen.

„Wichtig ist, dass ihr Präsenz zeigt, stark seid, laut und aggressiv", hämmerte der Initiator des Kurses den Damen immer wieder ein. Hilfsmittel wie das Handy oder ein Pfefferspray wären immer hilfreich.

Gleichzeitig warnte der Judoka davor, die eigenen Möglichkeiten zu überschätzen, die Gefahren im Blick zu behalten und kein zu großes Risiko – beispielsweise, wenn ein Messer im Spiel sei – einzugehen. „Ich habe keine Hemmungen mehr, zuzuschlagen. Und ich weiß nun auch, wohin", so eine weitere Meinung aus der Gruppe.

Nach den gemeinsamen Aufwärmübungen trainierten die Frauen grundlegende Möglichkeiten von Abwehrreaktionen, spielten zudem verschiedene Konfliktsituationen durch und stimmten ihr Verhalten auf diese ab. „Prämisse war für mich, das Selbstbewusstsein zu stärken, konkrete Verhaltensweisen zu üben und dabei hatten wir auch noch eine Menge Spaß zusammen", bilanzierte der Röthenbacher Gastronom am Ende der letzten Trainingseinheit in der Schulturnhalle.

Carmen Prechtl übergab Begen ein kleines Präsent für sein Engagement.