Feiern historisch korrekt

Hirschauer Kirchweih am 2./3. September – Keine Paare, daher auch kein Baumaustanzen

Hirschau. (u) Die Hirschauer Kirwa ist eines der Kirchweihfeste in der Region, dessen Termin einen historischen Bezug zur tatsächlichen Weihe des Gotteshauses hat. Man kennt nämlich den genauen Weihetag der Stadtpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt":

Die Pfarrei-Chronik berichtet, dass die Kirche 1848 unter Leitung von Stadtpfarrer Johann Baptist Kotz grundlegend saniert wurde. Nach 22 Wochen Bauzeit wurde sie am Sonntag vor „Mariä Geburt", dem ersten Sonntag imSeptember, wieder feierlich eingeweiht. Dieses Jahr trifft die Kirchweih somit auf Sonntag, den 3. September.

In den letzten Jahrzehnten hat die Hirschauer Kirwa ein Auf und Ab erlebt. Ab 2009 wurde das Fest nur mehr am Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Frühschoppen im Pfarrheim gefeiert. Doch Diakon Richard Sellmeyer und Musikzug-Chef Werner Stein hatten sich dafür stark gemacht, die „Hirschauer Kirwa" nicht ganz sterben zu lassen.

Vor vier Jahren fanden beide im Festspielverein einen Verbündeten. Dieser hauchte der Kirwa neues Leben ein. Seither wird sie wieder zwei Tage lang gefeiert – und es wird auch wieder ein Kirwabaum aufgestellt. Ausgetanzt wurde und wird dieser mangels Kirwapaaren auch heuer leider nicht.

Am Wochenende 2./3. September sind wieder die Stadtpfarrkirche und der Schlosshof die Zentren des Geschehens. Festspielverein, Musikzug und Pfarrgemeinderat helfen abermals zusammen. Am Samstag (2. September) wird um 17 Uhr im Schlosshof der Kirwabaum aufgestellt. Danach herrscht Festbetrieb. Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

Der Sonntag wird mit einem Kirchenzug eröffnet. Die Vereine stellen sich um 8.45 Uhr vor der Mälzerei auf. Der Zug wird vom Musikzug angeführt, der auch die musikalische Gestaltung des um 9 Uhr in der Stadtpfarrkirche beginnenden Festgottesdienstes übernimmt. Danach geht es unter den Klängen des Musikzugs zum Frühschoppen zurück zum Schlosshof.

Für den musikalischen Rahmen der Kirwa ist weiter der Musikzug zuständig. Am Nachmittag herrscht ab 14 Uhr Festbetrieb bei Kaffee, Kuchen und Köichln, Grillgerichten und Frischgetränken. Damit die Kirwa bei jedem Wetter gefeiert werden kann, wird ein beheizbares Zelt aufgestellt.