Frauen an der Spitze

Leitung der Schulen Schnaittenbach, Freudenberg und Hirschau reine Frauensache

Hirschau/Freudenberg/Schnaittenbach. (u) Die Leitung der Grund- und Mittelschulen in den Kaolinstädten Hirschau und Schnaittenbach sowie in der Gemeinde Freudenberg ist ab Beginn des Schuljahres 2017/2018 reine Frauensache, nachdem als letzter der Hirschauer Konrektor Josef Schmaußer sich im Juli in den Ruhestand verabschiedet hat.

Begonnen hatte die „Verweiblichung“ der Schulleitungen zu Beginn der Schuljahres 2012/2013, als Michaela Bergmann die Nachfolge von Rektor Bernd Stief antrat, der die GS/MS Schnaittenbach von 2003 bis 2012 geleitet hatte. Im August 2015 übernahm Marion Ott die Leitung der GS/MS Freudenberg, deren Chef Rektor Werner Schulz von 1992 bis 2015 war. Allerdings ist die Ära Ott nach nur zwei Jahren schon wieder beendet. Unmittelbar zum Ferienbeginn wurde bekannt, dass Rektorin Ott ab 1. August die Leitung der Dreifaltigkeits-Grundschule in Amberg übernimmt. Bis zur Ernennung einer neuen Rektorin werden die Grund- und Mittelschule von Konrektorin Andrea Widder geleitet.

Mit Schuljahresbeginn 2016/2017 erhielten auch die GS/MS Hirschau und die GS Ehenfeld mit Birgit Härtl eine Leiterin als Nachfolger von Rektor Hans Meindl. Er hatte die beiden Schulen von 2009 bis 2016 geführt. Mit dem Ausscheiden von Josef Schmaußer werden ab sofort auch alle stellvertretenden Schulleiter weiblich sein. Neu im Amt werden Susanne Kasberger an der Hirschauer und Sabine Spindler an der Schnaittenbacher Schule sein.

Wie die Lehrerkollegien ab September genau ausschauen werden, vermag im Moment keine der drei Schulleiterinnen zu sagen. Die endgültige Personalzuteilung durch das Schulamt wird irgendwann in den großen Ferien erfolgen. Aktuell rechnet Rektorin Michaela Bergmann in Schnaittenbach mit 205 Kindern (davon 24 Abc-Schützen), die in 10 Klassen (7 GS, 3 MS) unterrichtet werden. Rektorin Birgit Härtl wird 218 Mädchen und Jungen (davon 44 Schulanfänger, 35 GS Hirschau, 9 GS Ehenfeld) auf 8 Grundschulklassen (2 davonin Ehenfeld) und 2 Mittelschulklassen verteilen. In Freudenberg erwartet man 208 Schülerinnen und Schüler, unter ihnen 40 Schulneulinge. Die Frage, wie viele Klassen gebildet werden, kann erst nach der Personalzuweisung beantwortet werden.

In jeder der Schulen wird es sog. Kombi-Klassen geben. In Ehenfeld ist dies seit Jahrzehnten der Fall, als es den Begriff der „Flexiblen Grundschule“ noch gar nicht gab. Da die GS Schnaittenbach eine solche ist, gibt es dort 3 jahrgangsgemischte Eingangsklassen. Die GS Hirschau wird eine 1/2-Flexi und eine 3/4-Kombi-Klasse haben, ebenso die GS Ehenfeld. An der GS Freudenberg werden die bisherigen drei 1/2- als 2/3-Kombi-Klassen weitergeführt. Diese werden weiterhin im Schulhaus in Lintach unterrichtet, alle anderen Klassen in Wutschdorf.

Gemeinsam ist allen Schulen, dass der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund gering ist. In Hirschau wie Schnaittenbach werden es etwa 10 Prozent der Schülerschaft sein, in Freudenberg mit 6 Kindern nicht einmal 5 Prozent. Das breiteste Ganztagsangebot wird den Hirschauer Eltern und Kindern geboten. Sie können zwischen der Offenen Ganztagsschule unter der Regie der AWO oder der Mittagsbetreuung im Marien-Kindergarten/Haus des Kindes wählen. Freudenberg bietet eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr an.

Die Freudenberger Zweit- bis Neuntklässler beginnen das neue Schuljahr am 12. September mit einem Gottesdienst. Die Abc-Schützen und ihre Eltern werden von Konrektorin Widder begrüßt. Nach der Übernahme der Kinder durch die Klassenlehrkräfte sind die Erwachsenen ins Elterncafé eingeladen. Die Schnaittenbacher Schulneulinge feiern zuerst Gottesdienst, bevor sie von Rektorin Bergmann und ihren Klassenkameraden, den bisherigen Erstklässlern, in der Aula willkommen geheißen werden. Nach einer ersten Schulstunde endet der Tag mit der traditionellen Baumpflanzaktion im Pausenhof.

An der GS/MS Hirschau ändern sich die Unterrichtsanfangszeiten. Der stundenplanmäßige Unterricht beginnt künftig um 8.15 Uhr. Der Anfangsgottesdienst für die Klassen 2 mit 6 beginnt um 8.45 Uhr. Die Neulinge werden um 8.15 Uhr von den beiden Schulleiterinnen und den Zweitklässlern begrüßt. Während die Kinder ihre erste Unterrichtsstunde genießen, können sich die Erwachsenen vom Elternbeirat im Elterncafé bewirten lassen. Der erste Schultag schließt um 10.30 Uhr mit der Kindersegnung in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

An den beiden Schulen in Hirschau wird es 2017/2018 noch keine größeren Baumaßnahmen geben. Die Planung und Genehmigung der Generalsanierung des Hirschauer Schulhauses sind noch nicht soweit gediehen. Den Freudenbergern steht die Sanierung des Wutschdorfer Schulgebäudes ins Haus, in Schnaittenbach steht der Bau einer Außensportanlage auf der Agenda.

Nach ihren Wünschen gefragt, hoffen alle drei Schulleiterinnen primär auf eine optimale Personal- und Lehrerstundenzuweisung. Die Schulen Hirschau und Schnaittenbach haben sich außerdem vorgenommen, die schon sehr gut funktionierende Kooperation weiter auszubauen.