Ausgezeichnete Schule

Schnaittenbach freut sich über den „Hans-Weber-Preis für mehr Toleranz und Demokratie“

Schnaittenbach. (ads) Der „Hans-Weber-Preis für mehr Toleranz und Demokratie“ ging heuer an die Schnaittenbacher Grund- und Mittelschule für das vorbildliche Projekt „Schülertreff“ für Kinder mit Migrationshintergrund. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und fühlen uns in unserem Handeln und Bemühen bestärkt“, kommentiert die Schulleiterin Michaela Bergmann die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung.

Neben Schnaittenbach wurden noch drei weitere Bildungseinrichtungen– die Realschule Regenstauf, die Mittelschule Burgweinting und der Schulförderverein Sallerner Berg – mit dem Preis bedacht. Der 2003 verstorbene Hans Weber war Altbürgermeister der Stadt Regensburg. 2001 wurde mit seiner Zustimmung der gleichnamige Preis ins Leben gerufen. Mit ihm sollen Persönlichkeiten, Gruppen oder Projekte ausgezeichnet werden, die durch ihren Einsatz für Toleranz und Demokratie, durch ihr Engagement für das Gemeinwesen oder durch gezeigte Zivilcourage ein Beispiel gegeben haben oder geben. Der „Hans-Weber-Preis“ wird nur alle zwei Jahre vergeben.

Der Preis wurde dieser Tage in Regensburg im Rahmen einer Feierstunde verliehen. Vor Ort in Regensburg waren die Regensburger Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, das aktive Team des Schülertreffs mit den ehemaligen Schülern Leonie Saller, Lena Hartmann, Miriam Schindler, Sebastian Schlosser und Johannes Schindler, stellvertretende Schulleiterin Gabriele Schindler, Rektorin Michaela Bergmann und der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Regensburg, Sebastian Koch.Auch Schnaittenbachs zweiter Bürgermeister Uwe Bergmann ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe zur Preisverleihung zu begleiten.

„Mit dem ,Schülertreff’, initiiert von der stellvertretenden Schulleiterin Gabriele Schindler und gestaltet von ehemaligen Schülern der Schule, kommen wir unserem Anliegen, also der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund nach“, betont Rektorin Bergmann.

Es gehe hier nicht nur speziell um Flüchtlingskinder, sondern um alle Kinder, die aus anderen Ländern an die Schnaittenbacher Schule kommen – aus welchen Gründen auch immer.  Zwar würden viele der Kinder, deren Familien nun in Schnaittenbach leben, gar nicht die Schule, sondern eine Übergangsklasse an einer anderen Schule besuchen – dennoch wolle man diesen Kindern die Möglichkeit bieten, Gleichaltrige kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Zeit mit anderen Kindern zu verbringen.

Im Mittelpunkt der Treffen im zweiwöchigen Turnus stehen die Begegnung und das Miteinander der Kinder und Jugendlichen.

Die Jugendlichen Miriam Schindler, Leonie Saller, Lena Hartmann, Sebastian Schlosser und Johannes Schindler haben die Grundschule Schnaittenbach besucht und sind mittlerweile an weiterführende Schulen gewechselt. Dennoch engagieren sie sich für diesen Spieletreff an ihrer ehemaligen Grundschule– und zwar ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Dasselbe trifft auf die Lehrkraft Gabriele Schindler zu, die diesen Spieletreff organisiertund begleitet.

Der Schülertreff wird gut angenommen. Es ist mittlerweile so, dass auch Kinder aus den Nachbarorten anfragen, ob sie nicht daran teilnehmen können. Auch jüngere Geschwister oder Bekannte werden von den Kindern und Jugendlichen mitgebracht, sodass sich eine bunte Gruppe zusammengefunden hat, die sich regelmäßig auf dem Schulgelände trifft, um ganz ungezwungen Zeit miteinander zu verbringen.