„I bin as Hirschau und dou binne daham“

Hirschau. (u) Nur die wenigsten Hirschauer werden die Spinne Fred kennen, obwohl Fred „as Hirschau und dou daham is". Er wohnt seit 2006 im „Haus des Kindes" und ist das Maskottchen der Schulkindgruppe des Marien-Kindergartens. Vor kurzem hat Fred sogar Buch über seine Heimatstadt geschrieben. Ein Jahr lang hat er sich in Hirschau gründlich umgesehen.

Bei seinen Unternehmungen war er nicht alleine. Begleitet wurde er von seinen Freunden – den Mädchen und Jungen der Grundschulkindergruppe des Marien-Kindergartens. Mit auf Achse war immer auch Stefanie Rom. Sie ist die Erzieherin der „Schoolkids" und brachte Fred auf die Idee, ein Buch zu schreiben. Sie half ihm dabei nicht nur als Ghostwriterin ganz gewaltig, sondern besorgte auch die Finanzierung nötigen Sponsoren . Es trägt den Titel „I bin as Hirschau! Und dou binne daham". So lautet auch das Motto, das Stefanie Rom, ihre Kolleginnen und KiTa-Leiterin Christa Bauer zum Jahresthema auserkoren hatten.

Während des Kindergarten- bzw. Schuljahres wurde es mit einer Reihe von Exkursionen und Aktivitäten mit Leben erfüllt. Von Bürgermeister Falk ließ man sich das Rathaus zeigen, von Stadtpfarrer Bergmann die katholische Pfarrkirche. Interessantes über Hirschaus Geschichte erfuhr man bei einer Führung mit Heimatpfleger Sepp Strobl. Eine Schnitzeljagd führte die Kinder u.a. zum Antonius-Kindergarten, zum Kriegerdenkmal, zur Oberen Mühle, zur Tankstelle, zum Mühlweiher, zum Conrad-Kindergarten und zum Bahnhof. Die Feuerwehr holte man sich ins Haus. Einen Einblick in die Arbeitswelt bekam man bei den Besichtigungen von Betrieben bzw. Einrichtungen wie der Apotheke am Apothekereck, dem Uhren- und Schmuckgeschäft Huber, der Schlossbrauerei und der Firma AKW. Richtig Spaß machte den Kindern das Mitmachen beim Kinder-Faschingszug und das Schlittenfahren am „Wirschtlberg". All die Erlebnisse schildern Fred und seine Ghostwriterin Stefanie Rom kindgemäß und spannend auf 108 Seiten, die von ihrem Ehemann, dem Mediendesigner Oliver Zirnig-Rom, gestaltet wurden.

Hirschau genauer und bewusster kennenzulernen, war das eine Ziel, das die Gruppe um Stefanie Rom mit dem Projekt verfolgte. Gleichzeitig sollten bei den Kindern andere, für ihre Persönlichkeitsentwicklung wichtige Fähigkeiten gefördert werden, so z.B. die Bereiche Emotionalität und soziale Beziehungen.

Eine bedeutende Rolle spielten auch die Bereiche Wertorientierung und Religiosität. Die Kinder erfuhren eine Menge über die katholische und evangelische Kirche und die verschiedenen Religionen. Sie lernten, jeden Menschen als etwas Einzigartiges wahrzunehmen und ihm Achtung entgegenzubringen. Mit sichtlichem Stolz überreichte Fred zusammen mit seiner Ghostwriterin Stefanie Rom sein Erstlingswerk an seine Freundinnen und Freunde. Sie waren davon alle hellauf begeistert. Fred lässt gerne Exemplare nachdrucken, wenn der Wunsch an ihn herangetragen wird.