Stets im Einsatz für den Lebenswert

Schnaittenbach. (ads) Ganz im Zeichen des 15-jährigen Bestehens stand die jüngste Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Elwusch". Vorsitzender Georg Dobmeier zog eine sehr positive Bilanz. Er bleibt auch weiterhin an der Spitze.

Dobmeier konnte in der Mitgliederversammlung auf 15 erfolgreiche Jahre der BI zurückblicken. „Es waren teilweise sehr arbeitsreiche Jahre, die von der BI großen Einsatz gefordert haben, denn seit 180 Jahren ist die Landschaft um Schnaittenbach zwar durch den Kaolinabbau geprägt, doch erst in unserer Zeit hat sich der Abbau bis an unsere Wohnhäuser herangegraben und damit unser Wohnumfeld und unsere Lebensqualität bedroht", erinnerte Dobmeier. Deshalb habe sich 2002 die BI „Elwusch" gegründet und zahlreiche Planungen der Kaolinindustrie kritisch begleitet.

So habe man bei den Planfeststellungen zu den Abbaugebieten „Ostfeld II" und „Westfeld Schnaittenbach" Einwendungen vorgebracht, auf Bürgerversammlungen die Interessen der BI vertreten, auf Info-Ständen für die Belange der BI geworben und an Runden Tischen den Dialog mit der Kaolinindustrie gesucht. Bei Treffen mit dem Betriebsrat seien die Argumente der Belegschaft und der BI konstruktiv erörtert worden.Um für die vom Kaolinabbau betroffenen Wohnhäuser ein erweitertes Beweissicherungsverfahren zu erreichen, hätte laut Dobmeier die BI eine Petition in den Landtag eingebracht, die teilweise Erfolg gehabt habe. Die Aufnahme weiterer Wohnhäuser in das Beweissicherungsprogramm konnte nach seinen Aussagen erreicht werden.

Beim Neubau des Sandwerkes Schnaittenbach hätte die BI verschiedene Forderungen zum Lärm- und Staubschutz vorgebracht, die zum größten Teil von der Kaolinindustrie erfüllt worden seien, erinnerte Dobmeier. Kritisch habe sich nach seinen Informationen die BI mit dem Rekultivierungskonzept der Fa. AKW-Kick zum „Ostfeld I" auseinandergesetzt. Dobmeier berichtete, dass die BI an die Darstellungen des Nachfolgenutzungskonzeptes der Kaolinindustrie erinnert habe, dort eine Parkanlage mit Bolzplatz und Kinderspielplatz entstehen zu lassen. Nun solle das Gelände nicht einmal mehr gepflegt werden. „Die BI will, dass dieser Bereich im Süden von Schnaittenbach für die Öf- fentlichkeit nutzbar und erlebbar bleibt", machte Dobmeier klar.

Mit der Belästigung durch chemische Gerüche habe sich die BI nach seinen Aussagen mehrere Jahre auseinandergesetzt. Durch engen Kontakt mit der Firma Dorfner wären laut Dobmeier die Ursache des Geruchs lokalisiert worden. „Technische Umbauten und ein geringerer Chemieeinsatz reduzierten den Geruch und führten zu erheblichen Kosteneinsparungen, sodass die Firma deshalb von einer Win-Win-Situation sprach und sich für die konstruktive Zusammenarbeit bedankte."

Nicht nur der Kaolinabbau haben die BI beschäftigt. 2005 habe man in einer Postkartenaktion an den da- maligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber sofortige Maßnahmen zur Entlastung der B 14 vom Schwerlastverkehr gefordert. Gemäß Satzungszielen wolle die BI neben der städtebaulichen Entwicklung, die Erholungsnutzung und die öffentliche Gesundheit fördern, machte Dobmeier bewusst. Deshalb sei bereits ein Granitsitzplatz am Brunnen auf dem Landgrafplatz gesponsert worden. Zum 15-jährigen Bestehen solle für die Stadt ein Defibrillator angeschafft werden, kündigte Dobmeier an.