Eine echte Institution

Schnaittenbach. (ads) In der Buchberghütte wurde schon immer gesungen und musiziert. Ein paar Jahre nachdem der Müller Anderl beim „Gschrei" in Hirschau den „Böhmischen Freitag", der immer am 1. Samstag im Monat stattfindet, eingeführt hatte, sagte man sich beim Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler Schnaittenbach, dass so ein Musikantentreffen doch auch auf der Buchberghütte möglich sein müsste. 1984 legte man den dritten Samstag im Monat als Termin fest.

Seit dieser Zeit finden die Musikantentreffen in der Buchberghütte ununterbrochen statt. Es ist noch kein Termin ausgefallen – lediglich in der Zeit des letzten Hüttenumbaus. Es kam vor, dass die Buchberghütte einmal bei einem Pächterwechsel keinen Wirt hatte. Da ließen es sich die Mitglieder des Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler nicht nehmen, die Bewirtung selbst zu übernehmen, damit das Musikantentreffen stattfinden konnte. Ein paar Jahre später kamen die Musikantentreffen in der Gastwirtschaft Braun in Diebrunn (jeden zweiten Samstag im Monat) und in der Blockhütte in Weiherhammer (jeden vierten Samstag im Monat) dazu. Somit war es lange Zeit möglich, dass sich Musikanten und Zuhörer an vier Samstagabenden im Monat treffen konnten. Während das Treffen in Weiherhammer nicht mehr stattfindet, feierte Diebrunn im September 30jähriges Bestehen. Eigentümer der Buchberghütte und offizieller Veranstalter ist der Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler Schnaittenbach. Mit ins Leben gerufen hat die Buchberg-Hüttenmuse der allseits geschätzte, jedoch mittlerweile verstorbene Rektor Bernd Treutel, der selbst leidenschaftlicher Sänger und Gitarrist war. Seit 1996 organisiert und moderiert ein Dreigestirn: Graf Franz, Kaa Vitus und Kiener Hans.

Bis jetzt haben in der Buchberghütte schon Hunderte von Musikanten ihr Können unter Beweis gestellt. Zwischendurch werden auch lustige oder hintergründige Geschichten, Witze und Gedichte erzählt. Gewollt ist aber auch, jungen und angehenden Talenten öffentliche Auftritte zu ermöglichen.