Langsam finden sie zusammen

28.02.2018
Langsam finden sie zusammen

St. Vitus und St. Margareta seit eineinhalb Jahren Pfarreiengemeinschaft

Schnaittenbach/Kemnath a.B. (ads) Es werden nun eineinhalb Jahre, dass die Pfarreien St. Vitus Schnaittenbach und St. Margareta Kemnath a.B. zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengeschlossen wurden. Einiges ist seitdem geschehen und vor allem auch auf den Weg gebracht, dass die zwei eigenständigen Pfarreien zusammenzufinden.

Inzwischen hat man sich gegenseitig kennen gelernt, das Interesse an den Aktivitäten der anderen Pfarrei ist geweckt, gemeinsame Aktionen wurden angepackt, die Gremien der beiden Pfarreien haben miteinander den Weg in die Zukunft geplant und ließen sich dabei von zwei Vertretern der Gemeindeberatung der Diözese begleiten. Einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat wird es die nächsten vier Jahre auf Wunsch beider Pfarreien allerdings noch nicht geben, sodass sowohl St. Vitus als auch St. Margareta derzeit auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für diese wertvollen Gremium sind, die am 25. Februar gewählt werden.

Einen ausgezeichneten Start in das nötige Miteinander der Pfarreien St. Vitus Schnaittenbach und St. Margareta Kemnath a. B. bestätigten die Gemeindeberater der Diözese Patrizia Szörenyi und Josef Stautner Pfarrer Josef Irlbacher und Pastoralassistent Andreas Hornauer für die junge Pfarreiengemeinschaft nach einer intensiven Arbeit bei einer Klausurtagung.

Mit Blick auf die vereinbarten Ziele des Beratungsprozesses wurden die Eigenständigkeit und das verbindende Gemeinsame der beiden Pfarreien thematisiert. „Vieles ist wie vorher auch, was eigentlich gar nicht so schlecht ist. Weggefallen ist eine eigene Erstkommunionfeier, Auferstehungsfeier und Kinderchristmette, was einerseits bedauert wurde, andererseits empfanden das gemeinsame Feiern die anwesenden Gläubigen aus beiden Pfarreien als sehr schön", hob Pfarrer Irlbacher hervor. Ihm ist bewusst, dass Verbindendes Zeit braucht. Er informiert weiter, dass die Kommunikation von Beratungsergebnissen und Informationen an die Pfarreimitglieder über verschiedene Kanäle schon stattgefunden hat, der Informationsfluss aber noch besser werden kann; wozu er auf die intensive Nutzung der Pfarrbriefe und des dreimal im Jahr erscheinende Informationsblatt für beide Pfarreien „Creativ" hinwies.

Der Geistliche stellt in diesem Zusammenhang die neue Homepage der Pfarreiengemeinschaft vor. „Was geht auch ohne Pfarrer?", war dann die zentrale Frage von ihm und nannte beispielsweise die zweitägige Pfarrfahrt ohne ihn. Geäußert wurde nach seinen Aussagen viel Verständnis, wenn er nicht überall dabei ist, gleichzeitig auch die Freude und Dankbarkeit, wenn eine Teilnahme des Pfarrers möglich ist.

Auf die Frage: „Wo sind Entwicklungen eines Miteinanders beider Pfarreien zu bemerken?" informierte Irlbacher, dass es eine größere Aufmerksamkeit auf Termine gibt, der Pfarrbrief intensiver genutzt wird man sich mehr im Blick hat. Seine Überzeugung lautet: „Bis wir wirklicheine Pfarreiengemeinschaft sind, ist noch ein weiter Weg!" Sein Kriterium dafür bleibt: „Erst wenn die Kemnather vom Gottesdienst in Schnaittenbach sagen: Das ist auch meine Heilige Messe, ich bin nicht nur Gast hier, und umgekehrt, dann sind wir eine Gemeinschaft".

Erfreut zeigte er sich über die gute Resonanz auf die Wortgottesdienste des Pastoralassistenten Andreas Hornauer, der zudem im Pfarrhaus in Kemnath als direkter Ansprechpartner für die Kemnather vor Ort ist. Für Pfarrer Irlbacher bleibt auch die Frage zu klären „Wie schaffen wir eine gute Balance zwischen Eigenständigkeit der beiden Pfarreien und des verbindenden Miteinanders?" Mit Blick auf die anstehenden PGR-Wahlen wird nach Meinung von Pfarrer Irlbacher das Für und das Wider eines Gesamtpfarrgemeinderats abgewogen. Normalerweise hat nach den Richtlinien der Diözese eine Pfarreiengemeinschaft einen Pfarrgemeinderat aufzustellen. Für die Pfarreiengemeinschaft Schnaittenbach/Kemnath a.B. wurde auf Wunsch der beiden Gremien der Antrag auf die Bildung zwei separater Gremien gestellt, der genehmigt wurde, sodass nun Kandidaten für die Wahl in beide Gremien gesucht werden.

Für Pfarrer Irlbacher ist der Pfarrgemeinderat ein Zeichen der Lebendigkeit des Pfarrlebens. Die langjährige Pfarrgemeinderatssprecherin Helene Schorner ermutigt alle potenziellen Kandidaten, ihre Bedenken und Ängste vor diesem wertvollen Ehrenamt abzulegen: „Man wächst mit seinen Aufgaben und zudem hat man ein unterstützendes Team an seiner Seite". Die als Sprecherin im Gremium gelebte Verantwortung fördert das Wachsen dereigenen Persönlichkeit, versichert Schorner. „Es erfüllt einem mit freudigem Stolz, was man im Gremium gemeinsam geschaffen hat", sagt Schorner.