Bürgermeister Falk soll’s richten

19.04.2018
Bürgermeister Falk soll’s richten

150 Jahre FFW Hirschau – Schirmherrn- und Festmutterbitten – Hoffen auf gutes Wetter zum Fest

Hirschau. (u) Der Stadt Hirschau steht heuer vom 20. bis 22. Juli ein großes Fest ins Haus. Die Freiwillige Feuerwehr, am 6. Januar 1868 gegründet, feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Was aber wäre so ein Fest ohne Schirmherrn und Festmutter? Die Jubelwehr wurde in beiden Fällen fündig!

Bürgermeister Hermann Falk und Silvia Maier „zierten sich nicht lange". Sie sagten „Ja" zur Übernahme des Ehrenamtes. Mit einer 15-köpfigen Abordnung, zu der acht fesche Festdamen gehörten, waren Kommandant Sebastian Jasinsky und Vorstand Michael Schuminetz im Rathaus eingerückt.

In Versform kamen sie dort gleich zur Sache: „Ein Schirmherr muss her, das ist jetzt klar, wie es bei jedem Fest schon war. Mit einem guten Draht nach oben, dass ja keine Wolken am Himmel toben." Für sie war klar, wer für das Amt in Frage kommt: „Es gibt nur einen, der dies kann, unser Bürgermeister als Wettermann."

Schirm als Zeichender Macht

Wichtig sei, dass der die Aufgabe gerne übernimmt und eine gute Verbindung zur Feuerwehr hat. Nachdem man dem Rathaus-Chef bescheinigt hatte, alle Kriterien zu erfüllen, wurde ihm als „Machtwerkzeug" ein Schirm übergeben, der beim Fest höchstens gegen die Sonne zum Einsatz kommen soll.

Außerdem erhielt Falk als Voraus-Danke für seine Frau, die während des Festes des Öfteren auf ihn verzichten muss, einen Blumenstrauß überreicht. Der Aufforderung „zier dich nicht lang, schlag freudig ein", kam das Stadtoberhaupt spontan nach.

Es sei für ihn eine Ehre, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Er sei stolz auf die Feuerwehr. Sie sei unwahrscheinlich wichtig für den Schutz der Bevölkerung. Er werde versuchen, für die Festtage schönes Wetter zuordern. Dank sagte er allen, die sich für die Vorbereitung und bei der Durchführung des Festes engagieren. Dazu wünschte er viel Glück, Erfolg und einen unfallfreien Verlauf. Seine Zusage wurde von ihm, Kommandant Jasinsky und Vorstand Schuminetzper Unterschrift besiegelt.

Den Schirmherrn-Vertrag in der Tasche wandten sich letztere an Silvia Maier. Es sei Sitt und Brauch, dass zum Feiern eines Feuerwehrjubiläum seine Festmutter gehört. Deshalb fühle man sich der Tradition des Festmutterbittens verpflichtet. Die Festmutter müsse attraktiv, dynamisch und emanzipiert sein. All dies treffe auf Silvia Maier zu. Um ihr Herz zu erweichen, überreichte ihr der Vorstand einen Blumenstrauß. Auch Silvia Maier ließ sich nicht zweimal bitten. Sie fühle sich geehrt und übernehme gerne diese Aufgabe.

Bürgermeister Falk lud die Feuerwehrdelegation samt Festdamen zu einem kleinen Umtrunk und Imbiss ein. Beim Plaudern konnte man dann auch schon einen Blick in das Festprogramm werfen.

Es beginnt am Freitag, 20. Juli, um 18.30 Uhr mit dem Bieranstich (Einlass: 18 Uhr) im Festzelt, das auf dem ehemaligen WE-Sportplatz aufgestellt wird. Ab 20 Uhrspielt beim Partyabend für Jung und Alt die Band „highline".

Feuerwehr erleben

Der Samstagnachmittag steht von 14 bis 17 Uhr unter dem Motto „Erlebe deine Feuerwehr". Geboten werden ein Rundblick über Hirschau mit der Drehleiter, eine Fahrzeug- und Geräteschau, ein Feuerlöschtraining für jedermann und Infostände der Jugendfeuerwehr, des BRK, des THW und der Wasserwacht. Um 20 Uhr startet ein Stimmungsabend mit der Gruppe „Intermezzo" (Einlass: 18Uhr).

Am Sonntag startet das Programm um 8.30 Uhr mit der Aufstellung zum Kirchenzug am Festplatz. Um 9 Uhr wird in der Stadtpfarrkirche ein ökumenischer Gottesdienstgefeiert. Danach finden im Festzelt beim Frühschoppen die Festansprachen statt. Ab 11.30 Uhr gibt es Mittagessen.

Mit der Aufstellung zum Festzug wird um 13.30 Uhr begonnen. Dieser führt um 14 Uhr durch die Innenstadt zurück ins Festzelt, wo bis zum späten Abend die „Pirker Blechmusi" für Stimmung sorgt.