Kampf gegen die Flammen

08.06.2018
Kampf gegen die Flammen

Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr –150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hirschau

Hirschau. (u) Der 6. Januar 1868 ist ein denkwürdiger Tag in der Geschichte Hirschaus. An besagtem Dreikönigstag taten sich vor 150 Jahren zehn „beherzte Bürger“ zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr.

Nach den Unterlagen der Feuerwehr waren dies: Fabrikbesitzer Josef Dorfner, Mühlenbesitzer Jakob Riß, Kaufmann Ernst Dorfner, Sattler Josef Posch, Magaziner Georg Daninger, Brauereibesitzer Vitus Dorfner, Schneidermeister Johann Schröpfer, Zimmermann Wolfgang Braun, Zimmermann Andreas Müller und Schlossermeister Franz Weinberger.

Dass dem Magistrat das Thema Feuerwehr auf den Nägelnbrannte, belegt eine am 27. August 1865 von Magistratsvorstand Hausner verfasste Bekanntmachung: „Wegen Besetzung der in Aussicht gestellten Unternehmung, bei Errichtung einer Feuerwehr dahier ladet der Unterfertigte Magistratsvorstand alle jene, welche sich zuständig oder durch Geldbeträge an dem höchstzeitgemäßen und notwendigen Unternehmen beteiligen wollen, dringend ein, sich morgen, Montag, den 28. August 1865, Abends 8 Uhr in seiner Wohnung einzufinden. “Nach der Gründung fiel der Aufruf von Bürgermeister Popp an die Bürgerschaft, sich in der Feuerwehr zu betätigen auf fruchtbaren Boden.

So meldet der Magistrat dem Königlichen Bezirksamt am 30. Juni 1869, „das sich wie in der gestrigen Sitzung confordiert wurde, zur Theilnahme an einer aktiven Feuerwehr dahier 51 Personen unterzeichnet haben.“ Bis Juli 1870 war ihre Zahl unter dem Vorsitz des praktischen Arztes Dr. Josef Winkler auf 54 aktive und 41 passive Mitglieder angewachsen.

Da allerdings das anfängliche Interesse in den Folgejahren erlahmte, stellten Kommandant Daninger und Kassier Dorfner an den Magistrat den Antrag auf Errichtungeiner Pflichtfeuerwehr, da „bei einem eintretenden Brandunglück auf eine Feuerwehr nicht im mindestens zurechnen sei.“ Es gelang, die Krise zu beheben. Die Pflichtfeuerwehr wurde 1897 der Freiwilligen Feuerwehr unterstellt.

Genau in diesem Jahr wurde Hirschau dann am 24. März durch Brandstiftung von einer großen Feuersbrunst heimgesucht. Es brannten 8 Wohn- und 36 Nebengebäude ab, 10 Wohn- und 6 Nebengebäude wurden beschädigt. Am 29. März 1909 wurden beim nächsten Großbrand „39 Firste, darunter 9 Wohnhäuser ein Raub der Flammen.“

Das Jahr 1926 kann für die Stadt Hirschau als Jahr der Brandstiftungen bezeichnet werden. Acht mal musste die Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrücken. Jedes Mal wurde vorsätzliche Brandstiftung vermutet. Ein wahres Flammeninferno gabes am 10. Oktober 1926. Insgesamt 10 Häuser und 12 Scheunen wurden in der nördlichen Hauptstraße am unteren Markt vollständig vernichtet. 14 Familien wurden obdachlos.

Fortsetzung (Jetzt wird erst mal gefeiert)