Mehr Komfort beim Beten

09.08.2018
Mehr Komfort beim Beten

Vierzehnnothelferkirche hat Dank des Engagements von Kolping nun gepolsterte Kniebänke

Hirschau. (u) Unter Hirschaus Sakralbauten gilt die Vierzehnnothelferkirche als echtes Kleinod. Von den Gläubigen wird sie häufig für Gottesdienste genutzt, insbesondere bei Beerdigungen. Seit kurzem ist es etwas bequemer: Die Kniebänke des Kirchleins wurden gepolstert. Die Anfänge der Vierzehnnothelferkirche reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück, als in Hirschau die Pest wütete. Seine heutige Gestalt dürfte der Sakralbau Ende des 17. Jahrhunderts erhalten haben. Prunkstücke sind die 1764 erbaute Orgel, die zu den bedeutendsten Werken in der Oberpfalz zählt, und vor allem der Hochaltar. Fachleute stufen ihn als Meisterwerk der Akanthus-Schnitzerei ein.

Unter der Amtszeit von Stadtpfarrer Edwin Völkl erfolgte 1978 die Außen- und 1984 die Innenrenovierung der Kirche.

Wann das Gestühl eingebaut oder zuletzt saniert wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls regte die Kolpingsfamilie schon vor längerer Zeit an, die Kniebänke zu polstern. In den letzten zehn Jahren bedachte man die Pfarrei mit der respektablen Summe von 5 300 Euro, erlöst beim Betrieb der Altkleidersammelstelle sowie bei den Altkleider-und Altpapiersammlungen. So musste Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann sich keine Sorgen hinsichtlich der Finanzierung der Polsterungs-Aktion machen. Ausgeführt wurde diese von den Werkstätten für kirchliche Kunst Hans Wickelmaier aus Cham. Auf die Kniebänke wurden mit Verbundschaum gefüllte Polster aus faltenfreiem Kunstleder aufgebracht. Die Kosten bezifferte Stadtpfarrer Bergmann auf ca. 2 500 Euro.