Tribüne, Museum und Lager

13.08.2018
Tribüne, Museum und Lager

Sparkassen-Förderstiftung unterstützt Vorhaben des Festspielvereins

Hirschau. (u) Der Festspielverein will die Alte Mälzerei und das Umfeld zum Kulturzentrum ausbauen. Um das Vorhaben zu stemmen, braucht man auch Zuschüsse. Von der Sparkassen-Förderstiftung gab es 2300 Euro.

Zur Übergabe des Schecks waren Landrat Richard Reisinger und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Amberg-Sulzbach, Dieter Meier, in den Schlosshof gekommen. Dies gab dem Festspielvereinsvorsitzenden Hans Drexler die Möglichkeit, das Mammutprojekt vor Ort kurz zu erläutern. Der 2003 gegründete Verein habe in seiner Satzung neben der Belebung der „Hirschauer Stückln" durch Festspielaufführungen die Förderung des Kulturgeschehens schlechthin verankert. Die Festspiele gebe es seit 2003 im Zweijahresturnus. Sieben Spiele habe man seither ausgeführt. Ca. 3000 Besucher hätten pro Saison die Aufführungen besucht. Je nach Stück hätten 40 bis 75 Darsteller auf der Bühne mitgewirkt.

Zweiter Schwerpunkt der Aktivitäten sei das Hirschauer Steingut. Hirschau sei von 1826 bis 1956 Standort der größten Steingutfabrik der Oberpfalz gewesen. In den letzten Jahren habe man mehrere Steingutausstellungen organisiert. Ziel sei die Schaffung eines Museums. Der Verein verfüge bereits über ca. 1 500 Exponate.

Zur nachhaltigen Sicherung der Geschichte und Kultur Hirschaus wolle man die Alte Mälzerei und das Umfeld zum Kulturzentrum um- und ausbauen. Ein erstes Mosaiksteinchen der Maßnahme konnte Drexler zeigen – die neue, feste Bühne. Wesentlich kostenintensiver werde der Bau der neuen Tribüne. Sie solle künftig 430 Zuschauern Platz bieten. Unter ihr schaffe man eine Toilettenanlage und zwei ca. 50 Quadratmeter große Lagerräume. Für deren Nutzung interessieren sich der Heimat und Trachtenverein und der Musikzug.

In der Mälzerei soll ein Museum untergebracht werden, das nicht nur das Steingut beherbergt. Hirschauer Persönlichkeiten, die Geschichte von Vereinen und Betrieben und andere für Hirschaus wichtige Ereignisse und Dinge sollen Platz finden. Die Planung sehe u.a. im zweiten Stock den Ausbau von drei Räumen in der Größenordnung von 70, 80 und 90 Quadratmetern vor. Diese könnten durch andere Vereine genutzt werden. Für das Obergeschoss ist eine Nutzung als „Kleine Bühne" denkbar. Um das Obergeschoss für behinderte und ältere Menschen erreichbar zu machen, sei ein Aufzug angedacht. Außerdem soll das Kulissenlager im „Schweizer Häusl" am Ostflügel der Mälzerei untergebracht werden. Für das Gesamtprojekt kalkuliere man mit Kosten in Höhe von rund 340 000 Euro. Die bereits gesicherte Finanzierung betrage ca. 140 000 Euro. Hinzu kämen als weitere Eigenleistung des Vereins die Überschüsse aus den Festspielen 2019, 2021 und 2023. Außer an die Förderstiftung der Sparkasse habe man Förderanträge an die Stadt Hirschau, an Leader + und den Kulturfonds Bayern gestellt. Landrat Richard Reisinger und der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Dieter Meier zeigten sich beeindruckt vom Engagement des Festspielvereins. Er leiste einen wertvollen Beitrag für das gesellschaftliche und kulturelle Leben. Die Maßnahmen erfüllten die Förderkriterien der Stiftung. Man unterstütze ausschließlich Pojekte, die im Geschäftsgebiet der Sparkasse Amberg-Sulzbach angesiedelt sind.

Drexler bedankte sich für die Finanzspritze und lud im Gegenzug die Sponsoren zum Besuch der Festspiele 2019 ein. Aufgeführt wird das Hirschauer Stückl „Die Erbschaft" von Katrin Klewitz.