Viel Wertschätzung für Ehrenamtliche

05.11.2018
Viel Wertschätzung für Ehrenamtliche

Kirchlicher Segen für neues Auto der Helfer vor Ort – 23 900 Euro kamen an Spenden zusammen

Hirschau. (u) Seit einem Jahr fahren die „Helfer vor Ort“ nicht mehr mit ihrem Smart, dem „kloin Rutscherl vom Routn Kreiz“, zu ihren Einsätzen, sondern mit einem Kia RIO. Ihm erteilte Diakon Richard Sellmeyer dieser Tage den kirchlichen Segen. Die Gäste, die Johannes Sellmeyer, Leiter der BRK Bereitschaft, zu diesem Anlass in der Rettungswache begrüßte, waren ein sichtbares Indiz für die Wertschätzung, die die „Helfer vor Ort“ (HvO) in Hirschau und Umgebung genießen.

Die Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau), Sepp Reindl (Schnaittenbach) und Peter Dotzler (Gebenbach) waren ebenso vertreten wie der Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft, Delegationen des Katholischen Frauenbunds und der Kolpingfamilie sowie BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich. Für ihn – einst selbst als ehrenamtlicher „Helfer vor Ort“ im Einsatz – sei deren Dienst und Engagement ein „Herzensthema“. Selbst für professionelle Helfer bedeute es eine besondere Herausforderung, in den allerersten Minuten einer Notsituation mit einem Patienten alleine zu sein, ihm zu helfen und den Angehörigen eine Last und Ängste zu nehmen.

Hirschau sei in Sachen „Helfer vor Ort“ ein Innovationsträger im Landkreis. Während anderswo die HvOGründung eine zähe Geburtgewesen sei, nehme Hirschau eine Vorreiterrolle ein. 2010 sei man die erste HvOGruppe im Landkreis gewesen, 2014 die erste mit einem eigenen Fahrzeug.

Wie Johannes Sellmeyer berichtete, habe man mit diesem, einem gebrauchten Smart, jährlich rund 150 Einsätze absolviert. Verschleißerscheinungen hätten aber den Kauf eines neuen Autos notwendig gemacht. Dafür sei man ausschließlich auf Spenden angewiesen gewesen.

Insgesamt habe man 23 900 Euro an Spenden erhalten. Davon seien noch 900 Euro übrig. Damit könne man noch kleinere Um- bzw. Einbauten im neuen Auto finanzieren. In dieses habe man Ausstattungsteile des Smart wie beispielsweise den Funk, das Blaulicht usw. eingebaut.

Zu den Spendern gehörten die Städte Hirschau und Schnaittenbach, die Gemeinde Gebenbach, die Firmen Conrad Electronic, AKW, GSR und Falk Wohnbau ebenso wie der Frauenbund und die Kolpingfamilie sowie eine Reihe weiterer Vereine, Organisationen und Einzelpersonen. Ihnen allen gelte der Dank des HvO-Teams. Dieses bestehe aus dem Leiter Daniel Reger, Roxana Fink, Klaus Tardel und ihm selbst.

Mit dem Kia sei man vom 1. September 2017 bis zum 1. September 2018 zu 136 Einsätzen ausgerückt. 69 seien in der Stadtgemeinde Hirschau angefallen, 58 in Schnaittenbach und seinen Ortsteilen sowie 9 im Gemeindegebiet Gebenbach. Dabei habe man ca. 3 000 Kilometer zurückgelegt.

Wie zuvor BRK Kreisgeschäftsführer Heinrich zollte Bürgermeister Hermann Falk auch namens seiner Bürgermeisterkollegen dem HvOTeam große Anerkennung. Man sei stolz auf diese Einrichtung – auch darauf, dass Hirschau seit 1. Januar 2017 Notarzt-Standort sei. Beides sei für die Bevölkerung sehr wichtig. Die Stadt werde die Helfer vor Ort auch künftig unterstützen.

Als Ausgangspunkt für den Segnungsakt hatte Diakon Richard Sellmeyer das Evangelium vom barmherzigen Samariter gewählt. Die „Helfer vor Ort“ erfüllten mit ihrem Engagement den Auftrag Jesu „Gehe hin und handle genauso“. Es sei phantastisch, wenn junge Leute zusätzlich zu ihrer hauptamtlichen Tätigkeit ihre Freizeit opferten, um für andere in Not da zu sein. Ihr Beispiel sei nachahmenswert. Wie alle Vorredner wünschte Sellmeyer den Fahrzeugnutzern allzeit gute Fahrt.