Besichtigung und Spendenübergabe

05.11.2018
Besichtigung und Spendenübergabe

Beim Jura-Gartenfest wurden 3130 Euro für die Jura-Werkstätten erlöst

Hirschau. (u) Die Mitglieder von 13 Vereinen erarbeiteten heuer unter der Regie von Uli Günter beim 29. Jura-Gartenfest einen Erlös von 3130 Euro. Die Übergabe der Summe verbanden sie mit einer Besichtigung der neuen Jura-Werkstätten.

Es war ein Novum, dass der Festerlös nicht im Rahmen einer Zusammenkunft in Hirschau übergeben wurde. Mit der Einladung, die Spendenübergabe für eine Besichtigung der Werkstätten zu nutzen, trafen der Lebenshilfe-Vorsitzende Eduard Freisinger, sein Stellvertreter Bernhard Vahle und der Jura-Werkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht bei den Helferinnen und Helfern voll ins Schwarze.

Entsprechend groß war die von Uli Günter angeführte Delegation, zu der auch Bürgermeister Hermann Falk und der Festgründer Walter Widder gehörten. Vor der Betriebsführung blickte Uli Günter auf das Fest zurück. Bei idealem Wetter hätten im voll besetzten Josefshaus-Biergarten wieder Menschen mit und ohne Behinderung einige Stunden unbeschwert miteinander gefeiert. Einige Dutzend Helferinnen und Helfer hätten die Gäste optimal bewirtet. Sie hätten tolle Arbeit geleistet.

Gleiches gelte für alle Musik und Tanzgruppen, die ein unterhaltsames Rahmenprogramm geboten haben. Dank des sehr guten Besuchs habe man einen Reinerlös von 3130 Euro erzielt. Zustande gekommen sei dieser durch den Getränke- und Speisenverkauf, den Verkauf der Tombola-Lose und Geldspenden von Firmen und Privatpersonen.

Der Geschäftswelt gelte es für die Tombola-Sachspenden zu danken. Mit dem Erlös sei heuer die 60 000-Euro-Marke überschritten. Die Gesamtspendensumme aus allen Fest-Jahren betrage nun 63 020 Euro.

Als „in der Region einzigartig und beispielgebend“ bezeichnete es Eduard Freisinger, dass seit 29 Jahren Mitglieder mehrerer Vereine zusammenhelfen, damit das Jura-Fest gefeiert werden kann, das Menschen mit und ohne Handicap zusammenbringt. Mit den Spenden würden viele Anschaffungen getätigt, die nicht aus dem regulären Haushalt finanziert werden konnten.

Das Jahr 2018 sei ein bedeutsames in der Geschichte der Jura-Werkstätten. Am 13. April sei der Neubau eingeweiht worden. Die Gesamtkosten für Werkstätte, Förderstätte und Fahrdienst bezifferten sich auf ca. 20 Millionen Euro. Gefördert worden sei das Projekt Startschuss zur 23. Saison von „Weihnachten im Schuhkarton“ vom Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), von der Bundesagentur für Arbeit, vom Bezirk Oberpfalz, von der Bayerischen Landesstiftung und der Aktion Mensch.

Außerdem habe man ein KfW-Darlehen erhalten. Die Werkstätte habe eine Gesamtfläche von 8750 Quadratmeter. Sie sei für 355 Menschen mit geistiger Behinderung und 24 Personen mit schwerst-mehrfacher Behinderung ausgelegt. Derzeit gebe es in der Werkstätte wieder Förderstätte noch freie Kapazitäten, sie biete also noch Potenzial für die zukünftige Entwicklung. Der von Bernhard Albrecht geleitete Rundgang durch die neue Werkstätte bestärkte die Hirschauer in ihrem Vorhaben, 2019 das 30. Jura-Gartenfest auf die Beine zu stellen.