Freudig aufgenommen

05.11.2018
Freudig aufgenommen

Pfarrer Moses Gudapati seit einem Jahr in Wutschdorf

Wutschdorf. (ads) Vor etwas mehr als einem Jahr wurde Moses Gudapati als Pfarrer von Wutschdorf installiert und er hat eine ereignisreiche Zeit hinter sich. Gudapati ist seit wenigen Wochen für die Kirchen St. Martin in Wutschdorf, St. Barbara in Etsdorf, St. Walburga in Lintach und St. Ursula in Pursruck zuständig. Hinzu kommt die Wallfahrtskirche St. Johann auf dem Johannisberg. Der Geistliche aus Indien gab der Redaktion ein Interview zu seinem ersten Jahr in der Pfarrei Wutschdorf/Freudenberg:

Was hat Sie nach Stationen in Mehlmeisel und Leuchtenberg nach Wutschdorf geführt?

Mir wurde vom Bistum Regensburg die Leitung der Pfarrei St. Martin in Wutschdorf/Freudenberg mit Expositur St. Barbara in Etsdorf als Pfarrer angeboten. Mit Freuden bin ich nach Freudenberg gekommen, erleuchtet vom Feuer des Heiligen Geistes von Leuchtenberg.

Wie wurden Sie in ihrer ersten eigenen Pfarrei empfangen?

Ebenso freudig wie ich hierher gekommen bin, wurde ich auch von den Pfarrgemeinde-Mitgliedern aufgenommen. Das gilt auch für die Pfarrei St. Walburga in Lintach mit St. Ursula in Pursruck, in der ich im Rahmen des Zusammenschlusses mit der Pfarrei Wutschdorf/Freudenberg zur Pfarreiengemeinschaft Johannisberg erst kürzlich als Pfarrer installiert wurde.

Wegen der Generalsanierung des Pfarrhofs konnten sie diesen nun nach einem Jahr beziehen. Haben sie sich dadurch als Gast in ihrer eigenen Pfarrei gefühlt?

In keinster Weise, denn Familie Altmann hat mir dankenswerter Weise in ihrem Haus in unmittelbarer Nähe der Kirche eine Wohnung vermietet, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Der Pfarrhof musste nach 25 Jahren dringend saniert werden und das kostet eben Zeit. Ich konnte jetzt inzwischen im Pfarrhof einziehen, die Renovierungsarbeiten sind zwar in meiner Wohnung abgeschlossen, doch noch nicht im ganzen Haus. Beispielweise wird das ehemalige Büro noch neu zur Teeküche gestaltet und dann folgen noch die Gestaltung des Umfelds des Pfarrhofs außen.

Kam für sie die Pfarreien-Zusammenlegung von Wutschdorf/Freudenberg und Lintach/Pursruck überraschend?

Nein, die Zusammenlegung kam nicht überraschend, denn bereits bei der Übernahme der Pfarrei Wutschdorf wurde ich über die Pläne der Diözese dahin gehend informiert. Dass es allerdings dann so schnell ging, war überraschend.

Die Pfarreiengemeinschaft bedeutet für Sie als Pfarrer ein Mehr an Aufgaben, Arbeit und Verantwortung. Wie ist das zu meistern?

Ich mache gar nichts alleine. Ich bin ein betender, ein fleißiger und engagierter Priester und versuche nach Gottes Willen zu handeln. Dafür habe ich den Heiligen Geist mit seinen sieben Gaben als Beistand und Kraftquelle. Es sind zwei eigenständige Pfarreien, die ihre eigenen Gremien mit engagierten und motivierten Leuten haben, auf die ich zähle und mit denen ich eine gute Zusammenarbeit pflegen möchte.

Zudem kann ich auf eine gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Robert Kratzer in seiner neuen Funktion als Pfarrvikar von Lintach/Pursruck zählen, der 17 Jahre in dieser Pfarrei fruchtbar als Pfarradministrator gewirkt hat. Was die Gremien betrifft, kann ich die Aufgaben und die Arbeit alleine nicht leisten, deshalb müssen diese aufgeteilt werden und ich kann delegieren.

Ich habe eine hohe Wertschätzung vor der engagierten Leistung so vieler Menschen in der Pfarrei im Ehrenamt und bin dankbar dafür, dass wir so gemeinsam an einer lebendigen Kirche bauen. Das begeistert und motiviert. Eines muss dabei klar sein, dass ich als Chef der Pfarreiengemeinschaft die Verantwortung trage und deshalb ist eine gute Absprache der Gremien über das Vorgehen mit mir nötig ist. So können wir gemeinsam an einer lebendigen Kirche bauen.