Fledermäuse und Gummibärchen

05.11.2018
Fledermäuse und Gummibärchen

Kohlberg. (jml) Was haben junge Fledermäuse und Gummibärchen gemeinsam? Die zwei Dutzend Kinder und Erwachsenen von der Katholischen Erwachsenenbildung vom Kreis Neustadt und Weiden (KEB) wissen es. Sie waren mit Bernd Bauer, dem Kohlberger OWV-Artenschützer, an Wald-Kinderstuben und in Winterquartier-Kellern unterwegs. Es ist ihre Größe – denn die Fledermäuschen (muss man wohl sagen) sind bei ihrer Geburt nur genauso groß wie die pappig-bunte Süßigkeit. Da aber hören die Gemeinsamkeiten bald auf, auch wenn bei den Kindern ganz erstaunt ein: „Ach sind die süß“, zu hören war, als sie erwachsene Tiere vorsichtig berühren durften.

Fledermaus-Babys sind meist Einzelkinder. Nur bei wenigen Arten gibt es gleichaltrige Geschwister, während die Gummibärchen fast nur tütenweise-gehäuft auftreten. Deshalb brachte Uschi Fischer, die kommunale Jugendwartin, den Exkursionsteilnehmern gleich einen Beutel davon mit. Was natürlich viel Freude machte.

Bauer, der sich seit Jahren mit den nächtlichen Fliegern befasst, erklärte den hochinteressierten Jugendlichen die winzigen Unterschiede bei den drei angetroffen Arten – Großer Abendsegler, Zwerg- und Fransenfledermaus.

Auch diesen nützlichen Insektenjägern machte im Sommer die ungewöhnliche Hitze sehr zu schaffen. Und schattig-ruhige und leichtfeuchte Unterschlupfmöglichkeiten sind sehr rar.

Die von Mai bis Juni geborenen Jungtiere gehen bereits nach etwa einem Monat mit auf die abendliche Jagd und lernen von den Müttern Beute zu erhaschen. Ab August lösen sich die Wochenstuben langsam auf. Erst nach Frosteinbruch kann man dann einige Arten in den Winterquartieren wieder finden.

Hans Bräuer, der geschäftsführende Bildungsreferent der KEB und alle jungen Teilnehmer bekamen am Ende der Exkursion ihre verdienten Teilnahmeurkunden.