Pierogi, Lasanki und ein Zubrowka

18.12.2018
Pierogi, Lasanki und ein Zubrowka

Polnischer Abend im Marien-Kindergarten – Länder-Kennenlernabend gibt es seit 2013

Hirschau. (u) Würde man die Hirschauer fragen, was „Pierogi“, „Lasanki“ oder „Oponki“ sind – die allermeisten müssten wohl passen. Es sei denn, sie waren beim Kennenlernabend im Marien-Kindergarten dabei. Denn da wurde polnisch gekocht und gegessen.

Einkauf in Regensburg

Es ist seit Jahren die Regel, dass einige Kinder mit Migrationshintergrund den Marien-Kindergarten/Haus des Kindes besuchen. Die Multinationalität ihrer Schützlinge und deren Eltern brachten Einrichtungsleiterin Christa Bauer und ihr Team 2013 auf die Idee, den ersten Elternabend als Länder-Kennenlernabend zu gestalten. Das Erfolgsrezept: Gemeinsam kochen, gemeinsam essen, miteinander plaudern und Interessantes über das jeweilige Land erfahren. Nach Bayern, der Ukraine, der Türkei, den USA und dem Iran war nun Polen an der Reihe.

Teresa Wczasek und Matthias Vigna hatten sich schon im Vorjahr beim „Persischen Abend“ bereit erklärt, heuer ihr Heimatland vorzustellen. Da es in Hirschau schwierig war, die für die Zubereitung polnischer Gerichte nötigen Zutaten zu finden, mussten sie zum Einkauf nach Regensburg fahren.

Grundsätzlich spiele die Familie eine sehr wichtige Rolle. An Weihnachten komme dies besonders zum Ausdruck. Der Hl. Abend beginne mit dem Teilen einer geweihten Oblate als Zeichen der Versöhnung, der Liebe, der Freundschaft und des Friedens. Jeder breche sich einen Teil ab. Um abwesende Familienmitglieder teilhaben zu lassen, verschicke man die Oblaten in die ganze Welt. Teresa Wczasek hatte ein Exemplar mit Krippenaufdruck mitgebracht.

Beim Weihnachtsessen stehe auf dem Tisch ein zusätzliches Gedeck, das an die Verstorbenen erinnern soll. Zugleich sei es für den Fall gedacht, dass ein unerwarteter Gast kommt. Das polnische Abendmahl sei fleischlos, bestehe aus Piroggen, Fisch und Krautgerichten. In der Regel gebe es zwölf Gerichte als Symbol für die zwölf Apostel und die zwölf Monate. Jedes Gericht müsse probiert werden.

Viele Leckereien

Auch Ostern werde groß gefeiert. Der Ostermontag sei der Tag der Ostertaufe, an dem alle Menschen mit Wasserbespritzt werden. Ausgiebig nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, in Teresa Wczaseks Alben zu blättern.

Nach dem informativen Teil wurde mit den Kochvorbereitungen begonnen, wobei die zwei Hauptköche daheim schon viel vorgearbeitet hatten. Sie meinten es mehr als gut mit den Teilnehmern und füllten den Tisch mit den unterschiedlichsten Leckereien. So gab es „Pierogi“, mit Käse, Fleisch oder Sauerkraut gefüllte Teigtaschen, „Lazanki“, einen Nudelauflauf mit Sauerkraut, sowie polnische Donuts, „Oponkis“ genannt. Bevor es ans Genießen der Spezialitäten ging, wurde mit einem schwarzen Johannisbeer-Schnaps und „Zubrowka“, dem polnischen Wodka, auf das Gelingendes Abends angestoßen.