Wenn ich einmal reich wär’...

18.12.2018
Wenn ich einmal reich wär’...

Freilichtbühne geht mit „Anatevka“ in die Saison 2019 – Aufführungen Ende Mai / Anfang Juni

Schnaittenbach. (ads) Die Freilichtbühne am Buchberg e.V. spielt seit 1997 sehr ambitioniert und dementsprechend erfolgreich Volks- und Kindertheater sowie modernere Theaterstücke. Ende Mai/Anfang Juni 2019 bringt die engagierte Theaterfamilie mit ihren rund 50 Mitgliedern im Alter von zwei bis 80 Jahren „Anatevka“ auf die Waldbühne im idyllischen Ambiente des Buchbergs.

Das anspruchsvolle Stück basiert auf den Geschichten des bedeutendsten jiddischsprachigen Schriftstellers Scholem Alejchem.

Die Geschichte spielt im Russischen Kaiserreich im ukrainischen Schtetl Anatevka in der vorrevolutionären Zeit um 1905. Im Dorf lebt eine jüdische Gemeinschaft, die großen Wert auf Tradition legt.

Der Milchmann Tevje gehört dazu. Er hat fünf Töchter, drei davon im heiratsfähigen Alter. Er versucht, diese angemessen, das heißt seinem jüdischen Glauben gemäß, zu verheiraten. Das geht nicht ohne Reibereien ab, denn die Töchter haben ihren eigenen Kopf – und seine Frau Golde im Übrigen auch.

Mit Humor und einer gehörigen Portion Vaterliebe findet Tevje meistens einen Weg, ihre Wahl zu akzeptieren. Doch nicht immer gelingt es ihm, über den eigenen Schatten zu springen.

Worum geht es noch in dem Stück? Darum, über die Situation der Ostjuden an der Wende zum 20. Jahrhundert unter der Herrschaft des zaristischen Russlands zu informieren.

Ihr Leben in den Schtetln war von Armut geprägt, und immer wieder mussten sie neue Schikanen der russischen Bevölkerung hinnehmen. Auch in Anatevka spüren die Bewohner die Verschärfung der antisemitischen Politik nach der Revolution von 1905.

Wer auch den Inhalt des Stücks nicht kennt, doch dieses Lied des Milchmanns Tevje kennt jeder: „Wenn ich einmal reich wär“. Dieser Song ist weit über das Musical hinaus bekannt geworden. Tevje malt sich darin aus, was er anstellen würde, wenn er viel Geld hätte. Er würde sich zum Beispiel ein großes Haus bauen, in dem es eine Treppe gäbe, die zwar ins Nichts führt, dafür aber gut aussieht.

Seine Frau Golde könnte den ganzen Tag mit dem Personal schimpfen; er selbst würde sich dem Bibelstudium widmen und wäre als hoher Gelehrter anerkannt: Denn wer reich ist, gilt auch als klug.

Wer sich einen niveauvollen Theaterabend im beeindruckenden Natur-Ambiente nicht entgehen lassen will, sollte sich ab sofort Tickets sichern. beispielsweise im Rathaus Schnaittenbach (Zimmer 5).

Das Stück beginnt jeweils um 20 Uhr am Samstag, 25. Mai, und Sonntag, 26. Mai. Am Donnerstag, 30. Mai, und Freitag, 31. Mai, wird ebenfalls um 20 Uhr gespielt, am Sonntag, 2. Juni, um 18 Uhr.

Zu sehen ist das Stück nochmals um jeweils 20 Uhr am Wochenende des 8. und 9. Juni.