Enorme Tatkraft und Gemeinsinn

30.04.2019
Enorme Tatkraft und Gemeinsinn

Hirschau. (u) Vom 1. Mai 2002 bis zum 30. April 2014 leitete er als 1. Bürgermeister die Geschicke Hirschaus – am 17. April feiert er seinen 70. Geburtstag! Der Jubilar ist Altbürgermeister, Kreis- und Stadtrat a.D. Hans Drexler – eine Persönlichkeit, die sich mit enormer Tatkraft, vorbildlichem Gemeinsinn und sichtbarem Erfolg für seine „Wahl-Heimatstadt“ engagiert und bleibende Verdienste um sie erworben hat.

Anders als bei seinen Amtsvorgängern Mathias Amann,Georg Lederer, Willi Bösl und Helmut Rösch stand Drexlers Wiege nicht in Hirschau, sondern in Geraszell in Niederbayern. Am 17. April 1949 erblickte er dort das Licht der Welt als erstes von fünf Kindern der Landwirts-Eheleute Johann und Maria Drexler.

Nach vier Jahren Volksschule in Heilbrunn trat er in das Humanistische Gymnasium und Bischöfliche Knabenseminar in Straubing über und entschied sich dann für eine Maschinenbauerlehre. Er besuchte die Berufsaufbauschule in Straubing, bevor er Dienst beim BGS in Schwandorf tat. Nachdem er an der FOS in Straubing sein Fachabitur gebaut hatte, schloss er sein Verfahrenstechnik-Studium an der FH Nürnberg als Diplom-Ingenieur (FH) ab.

Sein Beruf verschlug ihn und seine Frau Burgi 1976 nach Hirschau zur AKW-Kick GmbH. Dort stieg er 1983 zum Produktionsleiter auf – eine Position, die er bis zum Wechsel auf den Rathaus-Chefsessel innehatte.

Schon in jungen Jahren war Drexler in seiner Heimat mannigfaltig ehrenamtlich aktiv. Er war unter anderem Vorstand bei der KLJB, spielte dort Theater, war Schützenmeister beim von ihm gegründeten Verein „Grüne Au“ etc. In Hirschau setzte er sein Engagement nahtlos fort und organisierte gleich 1976 den Skimarathon des SC Monte Kaolino.

Lang ist die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten: Schützenmeister bei DIANA, Vorstand der LBV-Ortsgruppe,Vorsitzender des TuS/WE, Vorstand Sportpark GdbR, stellv. Vors. CSU-Ortsverband, stellv. Vors. Africa Luz, Gründer und bis heute Mitglied bei D’Watzndorfer (vor 30 Jahren erstmals Schloosmuse), Mitglied der Ehenfelder Sänger und der Hirschauer Wirtshausmusi.

Ohne Drexler und dem 2003 von ihm gegründeten Festspielverein gäbe es weder Hirschauer Stückl-Festspiele noch Steingutausstellungen. Seit 2013 beteiligt sich der Verein außerdem an der Ausrichtung der Kirwa. Im Jahr 2000 hatte Drexler großen Anteil an der Wiederauferstehung der Hirschauer Kirwa, die neun Jahre lang auf dem Ex-WE-Sportplatz gefeiert wurde. Zu Recht gilt der Jubilar außerdem als „Vater des Sportparks“.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Fest steht: Überall, wo es Arbeit gab und gibt, war und ist Hans Drexler dabei.

Die Hirschauer belohnten sein beispielgebendes Engagement. Sie wählten Drexler 2002 zu ihrem Stadtoberhaupt. Dass sie mit seiner Arbeit mehr als zufrieden waren, zeigte eindrucksvoll das Ergebnis von 71,1 % bei seiner Wiederwahl 2008.

In der Tat prägte Hans Drexler während seiner zwölfjährigen Amtszeit das Stadtleben und hinterließ bleibende Spuren. Das gilt zuallererst für die Schaffung des Freizeitparks Monte Kaolino. Die zwischenzeitlich abgeschlossene Altstadtsanierung wurde unter seiner Regie begonnen und vorangetrieben. Er entwickelte Konzepte zur Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Energien, baute Bürgersonnenkraftwerke auf städtische Dächer und begann den Bau der Fernwärmenetze.

Es entstanden die Baugebiete am Salvatorweg und am Kahlhof. Ein Highlight war der Umbau des ehemaligen Klosters in eine Einrichtung für Betreutes Wohnen. Die Sicherheit der Wasserversorgung wurde durch die Erschließungd es Tiefbrunnens 4 erhöht.

Auch in den Ortsteilen findet sich Drexlers Handschrift. Stichworte sind die Dorferneuerung Ehenfeld, die Ehenbach-Renaturierung, der Kanalbau in Steiningloh, Krondorf und Burgstall sowie der Anschluss Krickelsdorfs an die Kläranlage Hirschau und der Bau des Gemeinschaftshauses in Steiningloh. Auch diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Stadtrat tat gut daran, Hans Drexler in einer Sondersitzung am 9. November 2015 die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ zu verleihen. Sein Nachfolger Hermann Falk sagte damals: „Hans Drexler war immer ein Mann der Mitte. Er wollte nie im Rampenlicht stehen, sondern immer einfach anpacken und tun, was zu tun ist.“

Dass der Jubilar diesem Motto bis heute treu geblieben ist, davon kann man sich jeden Tag neu überzeugen – man braucht nur einmal auf einen Sprung im Festspiel-Areal beim Schloss vorbeischauen. Alles Gute,Hans Drexler!