Augenerkrankungen

30.04.2019
Augenerkrankungen

Hirschau. (u) Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, eine das Sehen bedrohende Krankheit zu erleiden. Welche das sind, wie sie therapiert oder durch Prophylaxe verhindert können – darüber klärte Dr. Lisa Bedernik im Pfarrheim auf.

Keine Sorgen brauche man sich wegen der Altersweitsichtigkeit zu machen. Ursache sei die abnehmende Akkommodationsfähigkeit des Auges. Ab dem Alter von ca. 45 Jahren brauche ein Normalsichtiger eine Nahbrille. Ernsthafte Erkrankungen, die zum Erblinden führen können, seien der Graue Star (Katarakt), der Grüne Star (Glaukom) und die altersbedingte Makuladegeneration (AMD).

Der Graue Star bezeichne eine Trübung der Augenlinse. Man sehe dann „wie durch eine schmutzige Fensterscheibe“. Therapiert werden könne der Graue Star nur durch eine Operation. Katarakt-OPs seien der am häufigsten durchgeführte chirurgische Eingriff, der zum Großteil ambulant durchgeführt wird.

Der Grüne Star sei in den Industriestaatendie zweithäufigste Ursache für die Erblindung. Wichtigster Risikofaktor sei ein individuell erhöhter intraokulärer Druck (IOD) und eine damit einhergehende Minderversorgung der Sehnerven mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) sei die Hauptursache schwerer Sehbehinderung bei Menschen über 60 Jahren in der westlichen Welt.

Abschließend erläuterte die Referentin die Modalitäten für die Beantragung des Bayerischen Blindengelds.