Ein Prosit auf die Freundschaft

24.06.2019
Ein Prosit auf die Freundschaft

Hirschau. (u) Als am 22.April 1945 amerikanische Panzer in Hirschau einrückten, war undenkbar, dass Einheimische und US-Soldaten 74 Jahre später gemeinsam ein Freundschaftsfest feiern würden. Genau das abertaten sie. Den Marktplatz schmückte dafür die amerikanische Flagge neben der Deutschland-, Bayern- und Stadtfahne.

Anlass des Freundschaftsfestes war das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der Stadt Hirschau und der 1st Squadron des 2nd Stryker Cavalry Regiments. Am 8. August 2009 hatte der damalige Bataillonskommandeur LTC Douglas Sims die Urkunde dem damaligen Bürgermeister Hans Drexler überreicht.

Daran erinnerte Bürgermeister Hermann Falk im vollen Saal nach einem schwungvollen Auftakt des Musikzugs in seiner Begrüßung. Sie galt vor allem den amerikanischen Freunden, angeführt von LTC Timothy F. Wright und seiner Gattin. In die Gästeschar hatten sich auch die Bürgermeister Josef Reindl (Schnaittenbach), Norbert Bücherl (Freihung) und Hans-Martin Schertl (Vilseck) eingereiht.

Elvis zu Besuch
Falk betonte, dass aus den einstigen Besatzern längst Verbündete und Wertepartner geworden sind. Etwas Besonderes sei der Hirschau-Besuch von Elvis Presley im Februar 1960 gewesen. Seit Jahrzehnten lebe man in guter Nachbarschaft zusammen. Die entstandenen Freundschaften seien vor zehn Jahren mit einer Urkunde bekräftigt worden.

Dank gelte allen, die seither diese Partnerschaft pflegen, allen voran Altbürgermeister Hans Drexler, Ex-Musikzug-Chef Werner Stein und Brauerei-Chef Franz Dorfner. Sie seien Eckpfeiler dieser Partnerschaft. Die Kontakte trügen dazu bei, dass die amerikanischen Freunde die bayerische, speziell die Hirschauer Lebensart und Kultur kennenlernen.

Schöne Momente
Gemeinsam wolle man Menschlichkeit voranbringen. Mit der Feierstunde und einer erneuten Unterschrift wurde die Freundschaft bekräftigt, die noch lange zum Wohle aller andauern möge. Lieutenant Colonel Wright bekannte, dass für ihn die Partnerschaft und deren Feier wichtig seien für den Zugang zu deutscher und bayerischer Kultur und Traditionen und vor allem zu den Menschen. Er hätte zum Beispiel nie Brauerei-Chef Franz Dorfner und sein köstliches Bier kennengelernt,ohne Werner Stein nie im Drei-Tische-Gasthaus in Krickelsdorf gespeist.

Ohne die Partnerschaft könnte man nicht zusammen das unvergessliche Fest feiern. Seine Soldaten, die Familien würden die Freundschaft und die Feier ein Leben lang im Gedächtnis behalten.