Die „Neuen“ sind schon fleißig

24.06.2019
Die „Neuen“ sind schon fleißig

Schnaittenbach. (ads) „Besser als heuer, dem Jahr des Volksbegehrens ’Rettet unsere Bienen’, könnte der Termin des Einzugs eines Bienenvolks auf dem Schulgelände nicht sein“, stellte Johann Pilarski aus der Vorstandschaft des hiesigen Imkervereins fest.

Er übergab mit dem Vorsitzenden Hans Pröls pünktlich zum Start in die Imkersaison der Schnaittenbacher Schule ein eigenes Bienenvolk. Eine Schutzausrüstung für viermutige Jungimker gab es gratis dazu.

Schulleiterin Rektorin Michaela Bergmann freute sich gemeinsam mit den Schülern der Grund- und Mittelschule Schnaittenbach sowie dem Lehrer und Projektbetreuer „Imkern an der Schule“, Dominic Lohr, dass sie nun stolze Besitzer eines Bienenvolks mit rund 15000 Bienen sind. Sie erläuterte, was das bedeutet: Die Schule ist damit ab sofort offizieller Honigerzeuger. Daher ist sie beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie beim Veterinärsamt gemeldet und hat auch eine eigene Betriebsnummer.

In Zukunft wird die Schule ihren eigenen Honig in Gläsern mit eigenem Etikett anbieten. Bergmann erinnerte, dass sich im Vorfeld die Schule mit Johann Pilarski verständigt und beschlossen habe, ein Bienenvolk auf dem hinteren Teil des Schulgeländes anzusiedeln. Zuerst musste allerdings eine Behausung für die Bienen geschaffen werden.

Mit großem Engagement hätten die Schüler der 7. Klasse in zwei Gruppen mit Fachlehrer Dominic Lohr im Technikunterricht einen eigenen Schulbienenstock gebaut, informierte Bergmann weiter. Johann Pilarski sei stets unterstützend zur Seite gestanden.

500 Wildbienen-Arten
Dieser drückte im Namen des Imkervereins ebenfalls seine Freude darüber aus, dass die Imkerei nun auch ihren Platz im Schulablauf gefunden hat. Er informierte, dass es in Deutschland rund 500 verschiedene Wildbienen gebe, von denen ca. 300 schon ausgestorben seien bzw. auf der Roten Liste stünden.

Fleißig wie die Bienen
Die Grundvoraussetzung für den Einzug der Bienen auf dem Schulgelände sei die Bereitstellung einer Behausung in Form eines Bienenkastens gewesen, den die Siebtklässler in den vergangenen Wochen mit Grundgestell mit Anflugbrett, einem Boden mit Varroagitter, vier Magazinen oder Aufsätzen, einem Innendeckel und einer Blechhaube als Regenschutz gebaut hätten.

Pilarski zollte den Schülern Respekt für ihre Leistung und Dank für ihr Interesse und ihr Durchhaltevermögen.

An die Schulleiterin richtete er noch den Wunsch, eine kleine Bienenweide im hinteren Schulgarten anzulegen, der sich mit seinem kurzen Rasen derzeit doch recht bienenunfreundlich gestalte.